Schlüssel Gefunden Berlin Was Tun?

Schlüssel Gefunden Berlin Was Tun
Fundbüros in Berlin und weitere Anlaufstellen bei verloren gegangenen Gegenständen oder Dokumenten. © dpa Ein Mann steht vor dem Fundbüro der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und der S-Bahn in der Rudolfstraße. Schlüssel verloren oder eine Tasche vergessen? Ist der Hund entlaufen oder der Reisepass verschwunden? In Berlin gibt es ein Zentrales Fundbüro, die Deutsche Bahn und die BVG haben ein gemeinsames Fundbüro. Bei verlorenen Dokumenten wendet man sich an die Polizei.

Was tun wenn man etwas gefunden hat?

Wo kann man Fundsachen abgeben? – Hat man etwas gefunden und kann den rechtmäßigen Besitzer nicht selbst ausfindig machen, sollte das Fundbüro die erste Anlaufstelle sein. Eine Ausnahme bilden Busse und Bahnen. Hier kann man die Fundsache dem Busfahrer oder dem Zugpersonal übergeben.

Wann gehört gefundenes mir?

Hinweis – Die Jahresfrist beginnt bei Gegenständen mit einem Wert unter 10 Euro bzw. bei Gegenständen mit erkennbar keiner erheblichen Bedeutung für die Eigentümerin/den Eigentümer mit dem Zeitpunkt des Auffindens und in allen übrigen Fällen mit der Fundanzeige bei der zuständigen Behörde zu laufen.

  • Mit der Ausfolgung an die Finderin/den Finder geht das Eigentum an der Sache – die Redlichkeit der Finderin/des Finders vorausgesetzt – auf diese/diesen über;
  • Meldet sich die Eigentümerin/der Eigentümer dagegen innerhalb der Jahresfrist, ist ihr/ihm die Sache von der zuständigen Fundbehörde bzw;

der Finderin/dem Finder zu übergeben. Ein Eigentumsanspruch der Finderin/des Finders besteht

  • bei Funden mit einem Wert von bis zu 100 Euro bis sechs Wochen nach Ablauf der Jahresfrist und
  • bei Funden mit einem Wert von mehr als 100 Euro bis zwei Monate ab Verständigung durch die Fundbehörde.
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Was tun wenn Gegenstand verloren?

Die Servicehotline anrufen: – Die Fundwesen Service-Line 0900 600 200 (€ 1,36 pro Minute) hilft Ihnen telefonisch bei der Suche von verlorenen Gegenständen und steht rund um die Uhr zur Verfügung.

Was man findet darf man behalten?

Bleiben wir bei unserem Beispiel. Sie haben 20 Euro auf der Straße gefunden. Dürfen Sie diesen Betrag behalten und davon Ihre beste Freundin zum Eis einladen? Geht es nach dem Fundrecht, lautet die Antwort: nein. Denn sobald Sie das Geld eines anderen finden, besteht ein gesetzliches Schuldverhältnis zwischen Ihnen und dem eigentlichen Besitzer.

  1. Zumindest, wenn Ihr Fund einen Wert von zehn Euro übersteigt;
  2. Das gilt auch dann, wenn Sie einen Gegenstand finden, der mehr als zehn Euro wert ist – also eine Brille oder ein Smartphone;
  3. Merke: Beträge bis zehn Euro dürfen Sie behalten;

Genauso Gegenstände, die bis zehn Euro wert sind. Den 20-Euro-Schein, den Sie gefunden haben, sollten Sie zum Fundbüro bringen. Meldet sich der Besitzer, haben Sie einen Anspruch auf fünf Prozent Finderlohn. Fünf Prozent erhalten Sie immer dann, wenn der Fund weniger als 500 Euro wert ist.

Ab allem darüber sind es drei Prozent. Taucht der Besitzer des Geldes über sechs Monate nicht beim Fundbüro auf, dürfen Sie sich freuen: Der gesamte Betrag oder das gefundene Smartphone wandert in Ihre Tasche.

Doch beim Finderlohn gibt es auch Einschränkungen. Entdecken Sie in den Räumen einer Behörde oder in öffentlichen Verkehrsmitteln einen herrenlosen Gegenstand oder Geld, steht Ihnen nur der halbe Finderlohn zu – und das auch nur, wenn der Wert über 50 Euro liegt.

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Was passiert wenn man Fundsachen nicht abgibt?

Kann ich die Fundsache erwerben? – Der Eigentümer hat sechs Monate Zeit, die Fundsache abzuholen. Die Frist beginnt mit der Anzeige bei der zuständigen Behörde. Achtung: Nach Ablauf der Frist wird der Finder automatisch Eigentümer der Fundsache. Der Verlierer kann aber später noch die Herausgabe der Sache verlangen, wenn der Finder die Sache noch in Besitz hat, andernfalls kann er den Gegenwert der Fundsache verlangen.

Diesen Anspruch muss der Verlierer aber innerhalb von drei Jahren nach dem Übergang des Eigentums geltend machen; andernfalls ist der Anspruch verjährt. ► Wurde die Sache in einer Behörde oder einem Verkehrsmittel gefunden, kann der Finder das Eigentum an der Fundsache nicht erwerben.

In diesem Fall wird die Fundsache nach vorheriger öffentlicher Bekanntmachung versteigert.

Bin ich verpflichtet Fundsachen abzugeben?

Wo die Bagatellgrenze von zehn Euro nicht gilt – Bei Behörden, in Bahnhöfen, Flughäfen oder öffentlichen Verkehrsmitteln wie etwa Bussen und Straßenbahnen gilt die Bagatellgrenze von zehn Euro nicht. Alle Fundsachen müssen Sie direkt bei der Behörde oder der Verkehrsgesellschaft abgeben.

  • Finderlohn bekommen Sie erst ab einem Wert von 50 Euro und nur die Hälfte des sonst üblichen Betrages;
  • Nach Ablauf der Frist von sechs Monaten gehört das Fundstück nicht Ihnen, sondern die Kommune oder der Verkehrsbetrieb behält die Fundsache ein und versteigert sie später;

Wenn Sie einen Schatz finden, der so lange versteckt war, dass der Eigentümer nicht mehr ermittelt werden kann, können Sie sich die Beute im Idealfall mit dem Grundstückseigentümer teilen.

Wie schnell Fundsachen abgeben?

Fristen. Die Fundanzeige hat unverzüglich, das heißt ohne schuldhaftes Zögern, zu erfolgen. Die Ablieferung an die Fundbehörde sollte zeitnah, spätestens zehn Arbeitstage nach dem Fund, erfolgen. Fundsachen werden sechs Monate aufbewahrt.