Mietwohnung Schlüssel Nachmachen Wer Zahlt?

Mietwohnung Schlüssel Nachmachen Wer Zahlt
Beim Auszug: Schlüssel persönlich übergeben – Mietwohnung Schlüssel Nachmachen Wer Zahlt Beim Auszug müssen Mieter alle vorhandenen Schlüssel an den Vermieter übergeben – auch zusätzlich nachgemachte. Foto: WunderBild/stock. adobe. com Beim Auszug muss der Mieter dem Vermieter sämtliche Schlüssel zurückgeben. „Auch solche, die er zusätzlich hat anfertigen lassen”, betont das Vorstandsmitglied des Kölner Mietervereins. Die Juristen sprechen von einer Bringschuld.

Es reicht nicht, die Schlüssel in den Briefkasten des Hausmeisters zu werfen oder sie einem anderen Hausbewohner zu geben. Der Mieter muss die Schlüssel dem Vermieter oder seinem Verwalter persönlich übergeben (AG Berlin Tempelhof Kreuzberg, Az.

4 C 776/81). Nur so kann er sicherstellen, dass sein Vermieter alle Schlüssel erhält. Wenn beim Auszug tatsächlich ein oder mehrere Schlüssel fehlen sollten, kann es teuer werden. Dann hat der Vermieter unter Umständen die Möglichkeit, die Schließanlage aus Sicherheitsgründen austauschen zu lassen.

Wer zahlt neue Schlüssel Mieter oder Vermieter?

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Erstellt: 25. 05. 2010 Aktualisiert: 25. 05. 2010, 13:10 Uhr Kommentare Teilen Halle/Berlin – Gute Nachrichten für Mieter: Bricht zum Beispiel beim Aufsperren des Briefkastens der Schlüssel ab, so trägt der Mieter in der Regel keine Kosten für einen neuen Schlüssel. Für einen kaputten Schlüssel muss in der Regel der Vermieter aufkommen.

  1. Bricht dem Mieter zum Beispiel der Briefkastenschlüssel ab, trägt vom Grundsatz her der Vermieter die Kosten;
  2. Der Mieter muss auch nicht nachweisen, dass er keine Schuld hatte;
  3. Vielmehr muss der Vermieter ihm eine Schuld nachweisen, wenn er ihm die Kosten für den neuen Schlüssel aufbrummen will;

Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Halle/Saale hervor (Az. : 93 C 4044/08). Ein Mieter müsse zwar pfleglich mit dem Schlüssel umgehen. Einen Verstoß gegen diese Sorgfaltspflicht sahen die Richter in dem Fall aber nicht, wie die Miet- und Immobilienrechtsexperten des Deutschen Anwaltvereins (DAV) in Berlin erläutern.

  1. Üblicherweise brächen Schlüssel wegen Materialermüdung ab, nicht wegen mangelnder Sorgfalt des Mieters;
  2. Mieter müssten das Anfertigen neuer Schlüssel auch nicht im Rahmen der häufig selbst zu leistenden Bagatellreparaturen übernehmen;

“Bagatellreparaturen müssen über eine ausdrückliche Regelung im Mietvertrag auf den Mieter abgewälzt werden”, erläutert Rechtsanwalt Thomas Hannemann aus Karlsruhe von der DAV-Facharbeitsgemeinschaft Mietrecht. Eine vom Mieter jährlich zu leistende Obergrenze werde meist mitvereinbart.

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Selbst reparieren müssen Mieter in der Regel aber nur Gegenstände, die ihrem ständigen “Zugriff” unterliegen, erklärt Hannemann. Dazu zählen üblicherweise Tür- und Fenstergriffe oder Rolllädengurte – nicht aber Schlüssel.

“Wenn ein Vermieter das in die Liste aufnehmen will, müsste er das im Vertrag ausdrücklich tun. ” dpa/tmn.

Kann man Wohnungsschlüssel einfach nachmachen?

Vermieter muss Bescheid wissen – Bei jeder Schlüssel-Kopie muss der Mieter – und darauf zielt Ihre Frage ab – den Vermieter immer über das Nachmachen des Schlüssels informieren. Denn selbstverständlich ist der Eigentümer daran interessiert, dass niemand ohne seine Kenntnis Zugang zur Immobilie hat.

  • Dabei ist er auf wahrheitsgemäße Auskünfte des Mieters angewiesen;
  • Denn einen effektiven technischen Schutz gegen das Nachmachen von Schlüsseln gibt es nur bei modernen Schließanlagen;
  • Die meisten Schlüssel kann der Mieter ohne weiteres nachmachen lassen – selbst dann, wenn auf dem Schlüssel eine Nummer eingeprägt ist;

Seriöse Schlüsseldienste kopieren solche Schlüssel nur bei Vorlage der sogenannten Siche­rungs­karte. Verboten ist das Nachmachen solcher „geschützten” Schlüssel aber nicht – und es gibt durchaus Anbieter, die auch ohne Siche­rungs­karte  die Kopier­ma­schine anschmeißen.

  1. Der Mieter muss sich nicht nur alle Schlüssel geneh­migen lassen, sondern ist beim Auszug auch verpflichtet, sämtliche Exemplare abzugeben;
  2. Die Kosten für zusätzlich angefer­tigte Schlüssel kann er dabei vom Vermieter zurückver­langen;

Will der Vermieter nicht zahlen, muss der Mieter die Schlüssel aller­dings unbrauchbar machen.

Wie viele Haustürschlüssel stehen einem Mieter zu?

Das Wichtigste in Kürze: –

  • Der Mieter muss Zugang zu allen von ihm angemieteten Räumen haben.
  • Grundsätzlich gilt die Faustregel: Pro Bewohner der Wohnung gibt es einen Schlüssel.
  • Der Vermieter muss alle Schlüssel zur Wohnung aushändigen.
  • Der Mieter darf zusätzliche Schlüssel verlangen, wenn er einen triftigen Grund dafür nennen kann, z. ein notwendiges Zutrittsrecht für die Reinigungskraft oder eine Pflegekraft.

Hat der Vermieter einen Schlüssel für die Wohnung?

Der Vermieter muss einem neuen Mieter sämtliche Schlüssel aushändigen. Nach Darstellung des Deutschen Mieterbundes (DMB) gehören nicht nur Haus- und Wohnungsschlüssel dazu, sondern auch Keller, Briefkasten und Garagen-Schlüssel. Der Vermieter darf auch nicht „für alle Fälle” einen Schlüssel zur Wohnung behalten.

Überlässt ein Mieter dem Vermieter freiwillig ein Exemplar, darf dieser dennoch nur mit Einwilligung des Bewohners die Wohnung betreten. Wie viele Schlüsselsätze einem Mieter zustehen, variiert je nach Anzahl der Bewohner (LG Berlin GE 85, 1259).

Der Deutsche Mieterbund (DMB) weist darauf hin, dass der Mieter für seine Wohnungstür zusätzlich Schlüssel beantragen kann. Dies kann beispielsweise sinnvoll sein, damit die Putzhilfe, der Babysitter oder der Untermieter jederzeit freien Zutritt zur Wohnung haben.

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Will der Mieter darüber hinaus Schlüssel anfertigen lassen, muss er die Kosten dafür übernehmen und den Vermieter darüber informieren. Sollte ein Schlüssel verloren gehen, muss der Mieter den Vermieter informieren unter Umständen die Kosten für den Austausch des Schlosses übernehmen.

Anders, wenn er den Schlüsselverlust nicht zu vertreten hat – zum Beispiel weil ihm der Schlüssel gestohlen wurde oder weil der alte Schlüssel im Schloss abgebrochen ist – oder  wenn ein Missbrauch des verlorenen Schlüssels ausgeschlossen werden kann, weil er beispielsweise in einen Fluss gefallen ist.

Wenn der Mieter wieder auszieht, muss er persönlich sämtliche Schlüssel dem Vermieter oder der Hausverwaltung zurückgeben. Will der Vermieter die Kosten für zusätzlich angefertigte Schlüssel nicht übernehmen, kann der Mieter sie vor Zeugen unbrauchbar machen.

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Wann muss der Vermieter für eine neue Wohnungstür aufkommen?

Wohnung muss in Übergabe-Zustand gehalten werden  – Im Grundsatz ist die Sache klar: „Der Vermieter muss die Mietsache in dem Zustand erhalten, in dem sie sich bei der Übergabe befunden hat”, erklärt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. „Wenn im Laufe der Mietzeit Verschlechterungen oder Verschleißerscheinungen auftreten, muss der Vermieter tätig werden.

  • Er muss reparieren und instandsetzen – auf eigene Kosten oder es aus der Miete finanzieren;
  • ” Das heißt: Wenn etwas kaputtgeht, kann der Mieter Ersatz verlangen, ohne dass es automatisch teuer wird;
  • Aber natürlich gibt es Ausnahmen;

Die Türen sind verzogen, die Fenster und der mitvermietete Einbauschrank schließen nicht richtig, im Bad sind die Fugen kaputt? Solche Fälle sind nach Einschätzung des Experten ebenfalls klar: „Es stellt sich immer nur die Frage: Wie war der Mietgegenstand bei Beginn des Mietverhältnisses und wie ist er jetzt?”, erklärt Ropertz.

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Was tun wenn Vermieter Schlüssel hat?

Der Vermieter behält einen Schlüssel: Was nun? – Vor dem Umzug in die schöne neue Wohnung übergibt der Vermieter Ihnen die Schlüssel. Allerdings will er einen behalten – für den Notfall, wie er sagt. Aber ist das rechtens? Mitnichten! Wenn der Mieter es nicht will, darf der Vermieter den Schlüssel nicht behalten. Die Lage ist für Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) und Gerichte unstrittig:

  • Der Vermieter muss dem Mieter die Wohnung zum vertragsgemäßen Gebrauch überlassen, heißt es im BGB, Paragraf 535, Absatz 1.
  • Gemeint ist damit die alleinige Nutzung der Mieträume, so das Oberlandesgericht Celle (Az 13 U 182/06). Und das bedeutet: Der Vermieter muss alle Schlüssel dem Mieter übergeben.

Der Eigentümer hat nur in einem Fall das Recht, einen Schlüssel zu behalten: wenn er das mit dem Mieter im Mietvertrag vertraglich vereinbart hat. Gut zu wissen : Behält der Eigentümer heimlich einen Schlüssel, können Mieter dessen sofortige Herausgabe verlangen. Weigert sich der Vermieter, dürfen sie ein neues Türschloss einbauen lassen. Die Kosten muss der Vermieter tragen, so das Amtsgericht Köln (Az: 217 C 483/93).

Wer zahlt bei Schlüsselverlust?

Schlüsselverlust – fremder Schlüssel – Der Verlust fremder Schlüssel ist über die Privathaftpflichtversicherung der VHV   abgedeckt. Im Falle eines Schlüsselverlustes zahlt die Privathaftpflicht die Folgekosten. Sie können also vor dem nächsten Urlaub unbesorgt den Nachbarsschlüssel an sich nehmen.

  • Unterschieden wird übrigens zwischen privat genutzten fremden Schlüsseln, z;
  • von Ihrem Vermieter, und beruflich genutzten fremden Schlüsseln, z;
  • von Ihrem Arbeitgeber;
  • In beiden Fällen sind Sie über die Privathaftplicht abgesichert;

Unser Tipp: In der Privathaftpflichtversicherung der VHV  sind Ihre fremden Schlüssel in voller Höhe der Versicherungssumme abgesichert: 10 Mio. Euro im Tarif KLASSIK-GARANT für privat genutzte fremde Schlüssel und 30. 000 Euro für beruflich genutzte fremde Schlüssel.