Wie Wird Ein Schlüssel Hergestellt?

Römische Schlüssel [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – In der archaischen Epoche gibt es keine bekannten Schlüssel, es wird jedoch davon ausgegangen, dass auch hier Schlüssel existierten. Auch bei den Etruskern sind kaum Schlüssel vorhanden, diese wurden erst mit der Eroberung durch die Römer wirklich bekannt.

In der römischen Republik wurde der lakonische Schlüssel nach griechischem Vorbild verwendet. Hiermit wurden beispielsweise Haustüren verschlossen. Truhen wurden mit Riemen verschnürt und versiegelt. Die Siegel wurden hier am Mittelfinger der linken Hand getragen und als Fingerschlüssel bezeichnet.

Die römische Schließtechnik entwickelte sich erst in der Kaiserzeit , also etwa seit der Zeitenwende um Christi Geburt entscheidend weiter. Die hölzernen Riegel wurden zunehmend durch Metallkonstruktionen abgelöst. Die nach der Öffnungsbewegung so genannten Hebe-Schiebe-Schlüssel dazu sind am abgewinkelten, senkrecht zum Griff stehenden Bart zu erkennen.

Zahllose Exemplare sind als archäologische Funde überliefert (im Kastell Saalburg hat man über 200 Stück gefunden). Ihr Format und ihre Häufigkeit lassen darauf schließen, dass nicht nur Türen, sondern auch Behältnismöbel und Kästchen so verschlossen wurden.

Die Reite mancher kleinen Schlüssel erlaubte es, sie wie einen Ring am Finger mit sich zu tragen. Auch Drehschlüssel, deren Schlösser technisch aufwendiger waren, kamen schon bei den Römern vor. Größere Schlüssel waren aus Eisen geschmiedet, die kleineren aus Bronze gegossen, auch solche mit Griff aus Bronze und Bart aus Schmiedeeisen sind bekannt.

Die Schlüssel wurden hierbei in Formen hergestellt, der Bart erhielt seine Form durch nachträgliches Schleifen oder Sägen. Bestand der Schlüssel aus Bronze und Eisen, wurde der Bart im Wachsausschmelzverfahren angegossen.

Die römischen Schlüssel sind zwischen 2 und 25 cm lang und haben einfache bis sehr aufwendig gestaltete Griffe, beispielsweise in Tiergestalt. Der Bart hat verschieden viele Zähne und kann durchbrochen sein.

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Welches Material für Schlüssel?

Sendung mit der Maus – Zylinderschloss

Bestandteile eines historischen Türschlüssels Ein Schlüssel ist ein Werkzeug zum Verschließen und Öffnen eines Schlosses , z. eines Türschlosses oder Vorhängeschlosses. Dazu wird meist der Schlüssel durch das Schlüsselloch in das Schloss eingeführt und dieses durch Drehung geöffnet. Schlüssel dienen dem Einbruchschutz und der Zutrittskontrolle. Jeder Schlüssel hat einen spezifischen Code.

Diese Schließcodierung oder Schlüsselcodierung bezeichnet die Anordnung und Kombination der Löcher bzw. Zähne (Zacken) am Schlüsselbart. Dadurch kann der Schlüssel einem oder mehreren gleichen Zylindern zugeordnet werden, die dieser Codierung entsprechen.

Die historisch häufigste Schlüsselform ist der Buntbartschlüssel. Sein Griff wird als Räute , Räude , Reite oder Reide bezeichnet. Diese konnte in früheren Zeiten reich verziert sein. Der die Verschlussvorrichtung erfassende, im Idealfall nur zu einem bestimmten Schloss passende Teil heißt Bart.

  1. Er ist an den Halm hart angelötet , mit ihm gegossen oder geschmiedet;
  2. Der Halm kann massiv (Volldorn) oder hohl (Hohldorn) ausgeführt sein;
  3. Um die Einschubtiefe des Schlüssels zu begrenzen, ist manchmal eine Verdickung am Halm (Gesenk, Ansatz) angebracht;

Das alles soll gewährleisten, dass das entsprechende Schloss nur mit diesem oder einem baugleichen Schlüssel aufgeschlossen werden kann. Denn die Aufgabe eines Schloss-Schlüsselsystems ist der Schutz eines Raumes, eines Fahrzeuges oder anderer Gegenstände vor unbefugtem Betreten, Benutzen oder anderweitigem Zugriff.

Schlüssel bestanden anfangs aus Holz, später – wie heute fast ausschließlich – aus Metall. Sie sind meist mit einem Schlüsselring verbunden und häufig bilden mehrere Schlüssel so einen/ein Schlüsselbund.

Schlüssel, die für den Gebrauch durch mehrere berechtigte Personen gedacht sind, werden oft in einem Schlüsselkasten aufbewahrt.