Wie Viele Schlüssel Muss Vermieter Aushändigen?

Wie Viele Schlüssel Muss Vermieter Aushändigen
Das Wichtigste in Kürze: –

  • Der Mieter muss Zugang zu allen von ihm angemieteten Räumen haben.
  • Grundsätzlich gilt die Faustregel: Pro Bewohner der Wohnung gibt es einen Schlüssel.
  • Der Vermieter muss alle Schlüssel zur Wohnung aushändigen.
  • Der Mieter darf zusätzliche Schlüssel verlangen, wenn er einen triftigen Grund dafür nennen kann, z. ein notwendiges Zutrittsrecht für die Reinigungskraft oder eine Pflegekraft.

Hat der Vermieter ein Recht auf einen Zweitschlüssel?

Vermieter darf keine Zweitschlüssel besitzen – Die Antwort auf die Frage, ob ein Vermieter einen Ersatzschlüssel behalten darf, ist eindeutig: nein. Der Vermieter muss dem Mieter ab dem Zeitpunkt des Mietbeginns alle Schlüssel aushändigen. Das ist nicht weiter tragisch, da der Vermieter ohnehin die Wohnung nur im Beisein des Mieters und mit dessen Zustimmung betreten darf.

Wie viele Schlüssel sind bei einem neuen schloss dabei?

Anzahl der Schlüssel pro Zylinder bei endlich-sicher Generell gilt jedoch, dass alle unsere Zylinder mit 3 Schlüssel pro bestelltem Zylinder ausgeliefert werden.

Hat der Vermieter einen Generalschlüssel?

Vermieter dürfen unter Umständen einen Schlüssel behalten, um in Notfällen die Wohnung des Mieters zu betreten. Wann das der Fall ist und welche Alternativen es gibt erfahren Sie in diesem Ratgeber. Vor allem wenn Mieter längere Zeit nicht zu Hause sind, können schnell Notsituationen wie ein Rohrbruch eintreten.

Hier liegt es auch im Interesse des Mieters, wenn der Vermieter schnell die Wohnung betreten kann, um den Eintritt von erheblichen Schäden abzuwenden. Vermieter dürfen nicht eigenmächtig Schlüssel behalten Gleichwohl sollten Vermieter nicht einfach einen Ersatzschlüssel für derartige Situationen behalten.

Denn der Vermieter darf dies normalerweise nicht, ohne zuvor die Einwilligung des Mieters eingeholt zu haben. Setzt er sich darüber hinweg, muss er eventuell mit schwerwiegenden Konsequenzen rechnen. Dies ergibt sich aus einem Fall, über den das Oberlandesgericht Celle zu entscheiden hatte.

  • Im zugrundeliegenden Sachverhalt hatte ein Vermieter einen Ersatzschlüssel behalten und sich in Abwesenheit des Mieters Zutritt zu der gewerblich genutzten Räumlichkeit verschafft;
  • Das Landgericht Celle stellte mit Entscheidung vom 05;

10. 2006 (Az. 13 U 182/06) im Leitsatz klar, dass der Vermieter nicht berechtigt ist, einen Schlüssel zur Wohnung ohne Zustimmung des Mieters zu behalten. Dies gilt auch bei Geschäftsräumen. Der Mieter hat jedenfalls dann einen Grund zur Kündigung, wenn der Vermieter ohne Einwilligung des Mieters dessen Räumlichkeit betreten hat.

  1. Ebenso entschied das Landgericht Berlin in einem vergleichbaren Fall mit Urteil vom 09;
  2. 02;
  3. 1999 (Az;
  4. 64 S 305/98);
  5. Das Gleiche gilt nach einer Entscheidung des Amtsgerichtes Heidelberg vom 06;
  6. 11;
  7. 1975 (Az;
  8. 23 C 144/75) auch dann, wenn der Vermieter ohne Zustimmung des Mieters dessen Wohnung mit einem Universalschlüssel betreten hat;

Mieter darf fristlos kündigen Vermieter müssen hier also damit rechnen, dass der Mieter spätestens dann fristlos kündigen darf, wenn sie die Wohnungstüre geöffnet haben. Etwas anderes gilt möglicherweise laut der Entscheidungsgründe des OLG Celle dann, wenn ein „zwingender Grund” für das Betreten vorgelegen hat und der Mieter nicht zu erreichen gewesen ist.

  1. Hierzu führt das Gericht allerdings nicht konkret aus, was genau unter einem zwingenden Grund zu verstehen ist, inwieweit der Mieter erreichbar sein muss und wie sich das rechtswidrige Behalten des Schlüssels für sich genommen auswirkt;

Von daher gehen Vermieter gewöhnlich ein hohes Risiko ein, die den Schlüssel behalten. Betreten sie die Wohnung, müssen sie eventuell auch damit rechnen, dass sie vom Mieter wegen Hausfriedensbruches angezeigt werden. Vermieter sollte über Erlaubnis des Mieters verfügen Auf der sicheren Seite sind Vermieter gewöhnlich dann, wenn sie vom Mieter eine Erlaubnis zum Behalten eines Zweitschlüssels und zum Betreten der Mietwohnung in Notfällen erhalten haben.

  • Diese sollte allerdings schriftlich erteilt werden;
  • Denn der Vermieter muss im Zweifel nachweisen können, dass der Mieter seine Erlaubnis wirklich erteilt hat;
  • Dies ergibt sich aus der Entscheidung des OLG Celle vom 05;

10. 2006 (Az. 13 U 182/06). In diesem Fall berief der Vermieter sich darauf, dass der Mieter ihm mündlich die Erlaubnis zum Betreten seiner Wohnung in Notfällen erteilt habe. Der Vermieter hatte hier das Nachsehen, weil der Mieter dies vor Gericht bestritten hatte.

Erlaubnis durch AGB-Klausel Allerdings sollte der Vermieter auch darauf achten, auf welche Weise er die Erlaubnis vom Mieter einholt. Geschieht dies durch eine formularmäßige Klausel im Mietvertrag , geht der Vermieter ein hohes Risiko ein.

Eine solche Bestimmung ist nämlich nach § 307 BGB unwirksam, wenn sie als unangemessener Nachteil für den Mieter anzusehen ist. Dafür spricht insbesondere bei einem Wohnungsmieter, dass eine solche Erlaubnis ein großes Vertrauen zum Vermieter voraussetzt.

Denn der Vermieter kann die Wohnung mit dem Schlüssel betreten, ohne dass der Mieter das mitbekommt. Dadurch wird der Mieter schnell in seiner durch das Grundgesetz geschützten Privatsphäre verletzt. Von daher muss damit gerechnet werden, dass ein Mieter durch seine solche Klausel unangemessen benachteiligt wird.

Individuelle Vereinbarung im Mietvertrag Anders ist das jedoch dann, wenn dies individualvertraglich im Mietvertrag vereinbart wird. Dabei muss feststehen, dass diese Regelung zwischen Mieter und Vermieter ausgehandelt worden ist. Der Mieter muss diese Erlaubnis freiwillig und ohne Druck erteilt haben.

Dies sollte im Mietvertrag vermerkt werden und natürlich auch der Realität entsprechen. Es sollte gut erkennbar sein, dass der vorformulierte Text durch eine solche Vereinbarung ergänzt worden ist. Alternative: Nachbar des Mieters oder Dritte erhalten Schlüssel bei Abwesenheit Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass Mieter bei einer längeren Abwesenheit einem Nachbarn den Schlüssel aushändigen und darauf den Vermieter hinzuweisen.

Auf diese Möglichkeit sollten Vermieter den Mieter hinweisen. Der Vorteil für den Mieter besteht auch darin, dass er einen Ansprechpartner hat, wenn er den Schlüssel verlieren sollte. Dann bleiben ihm die Kosten für den Schlüsseldienst erspart. Wer als Mieter vorsichtig ist, kann den Schlüssel seinem Nachbarn in einem versiegelten Umschlag anvertrauen.

Gleichfalls können Vermieter ihre Mieter nicht dazu zwingen. Denn das Überlassen eines Zweitschlüssels setzt ein hohes Vertrauen voraus. Mieter hat Obhutspflicht bezüglich seiner Wohnung Vermieter können ihren Mieter aber darauf hinweisen, dass er eine sogenannte Obhutspflicht hat.

Das bedeutet, dass der Mieter bei längerer Abwesenheit darauf hinwirken muss, dass keine erheblichen Schäden an der Wohnung eintreten. Dies kann z. dadurch geschehen, dass der Mieter einem seiner Freunde den Schlüssel gibt, damit dieser regelmäßig nach dem Rechten sieht.

In dieser Situation muss er nach einem Urteil des AG Köln vom 02. 08. 1985 (Az. 218 C 84/85) den Vermieter über diese Person informieren, wenn der Mietvertrag eine entsprechende Klausel enthält. Wenn Mieter dies nicht machen, kann der Vermieter von ihnen unter Umständen Schadensersatz fordern.

See also:  Welche Backöfen Haben Eine Versenkbare Tür?

Autor: Harald Büring (Juraforum. de).

Wie viele Schlüssel muss ein Mieter erhalten?

Das Wichtigste in Kürze: –

  • Der Mieter muss Zugang zu allen von ihm angemieteten Räumen haben.
  • Grundsätzlich gilt die Faustregel: Pro Bewohner der Wohnung gibt es einen Schlüssel.
  • Der Vermieter muss alle Schlüssel zur Wohnung aushändigen.
  • Der Mieter darf zusätzliche Schlüssel verlangen, wenn er einen triftigen Grund dafür nennen kann, z. ein notwendiges Zutrittsrecht für die Reinigungskraft oder eine Pflegekraft.

Hat mein Vermieter ein Recht auf einen wohnungsbesichtigung?

Ohne einen triftigen Grund oder aus reiner Neugier darf ein Vermieter die vermietete Wohnung nicht betreten. Hat er aber ein berechtigtes Interesse, kann er sie in Ihrer Anwesenheit und mit Ihrer Zustimmung sehr wohl besichtigen.

Welche Schlüssel darf der Vermieter haben?

Der Vermieter muss einem neuen Mieter sämtliche Schlüssel aushändigen. Nach Darstellung des Deutschen Mieterbundes (DMB) gehören nicht nur Haus- und Wohnungsschlüssel dazu, sondern auch Keller, Briefkasten und Garagen-Schlüssel. Der Vermieter darf auch nicht „für alle Fälle” einen Schlüssel zur Wohnung behalten.

  • Überlässt ein Mieter dem Vermieter freiwillig ein Exemplar, darf dieser dennoch nur mit Einwilligung des Bewohners die Wohnung betreten;
  • Wie viele Schlüsselsätze einem Mieter zustehen, variiert je nach Anzahl der Bewohner (LG Berlin GE 85, 1259);

Der Deutsche Mieterbund (DMB) weist darauf hin, dass der Mieter für seine Wohnungstür zusätzlich Schlüssel beantragen kann. Dies kann beispielsweise sinnvoll sein, damit die Putzhilfe, der Babysitter oder der Untermieter jederzeit freien Zutritt zur Wohnung haben.

Will der Mieter darüber hinaus Schlüssel anfertigen lassen, muss er die Kosten dafür übernehmen und den Vermieter darüber informieren. Sollte ein Schlüssel verloren gehen, muss der Mieter den Vermieter informieren unter Umständen die Kosten für den Austausch des Schlosses übernehmen.

Anders, wenn er den Schlüsselverlust nicht zu vertreten hat – zum Beispiel weil ihm der Schlüssel gestohlen wurde oder weil der alte Schlüssel im Schloss abgebrochen ist – oder  wenn ein Missbrauch des verlorenen Schlüssels ausgeschlossen werden kann, weil er beispielsweise in einen Fluss gefallen ist.

  • Wenn der Mieter wieder auszieht, muss er persönlich sämtliche Schlüssel dem Vermieter oder der Hausverwaltung zurückgeben;
  • Will der Vermieter die Kosten für zusätzlich angefertigte Schlüssel nicht übernehmen, kann der Mieter sie vor Zeugen unbrauchbar machen;

+++.

Hat der Hausmeister Schlüssel für Wohnung?

Übergabe der Wohnungsschlüssel Der Vermieter darf  keinen Wohnungsschlüssel  „für alle Fälle”  zurück­behalten , es sei denn, der Mieter hat dies ausdrücklich gestattet (z. durch Vereinbarung in dem geschlossenen Mietvertrag). Dasselbe gilt im übrigen für den Schlüssel zum Tor eines eventuell mitvermieteten Gartens. Betritt der Vermieter mit einem Zweit- oder Universalschlüssel unberechtigterweise die Wohnung, kann der Mieter den Mietvertrag unter Umständen fristlos kündigen.

Selbst wenn der Vermieter im Einverständnis mit dem Mieter einen Schlüssel für die Wohnung behält, darf er die Wohnung in Abwesenheit des Mieters ohne dessen Willen nicht betreten. Andernfalls begeht der Vermieter unter Umständen einen Hausfriedensbruch (strafbar nach § 123 StGB [= Strafgesetzbuch]).

In einem solchen Fall kann der Mieter bei der für ihn zuständigen Staatsanwaltschaft oder bei jeder Polizeidienststelle Strafanzeige gegen den Vermieter erstatten. Achtung: Unter bestimmten Voraussetzungen hat der Vermieter jedoch auch ohne eine vertragliche Vereinbarung das Recht, die Mieträume zu betreten. Ein solcher besonderer Grund ist in folgenden Fällen anzunehmen:

  • Abwehr drohender Gefahren (Notfälle wie Wasserrohrbruch oder Zimmerbrand. In solchen Fällen ist eine vorherige Ankündigung entbehrlich).
  • Verkauf oder Neuvermietung (Vor dem Verkauf oder der Neuvermietung bei bevorstehender Beendigung des Mietverhältnisses).
  • Mieterhöhung  (Zur Begutachtung der Wohnung vor einer Mieterhöhung – umstritten!).
  • Mängelbesichtigung (Zur Mängelbesichtigung nach Mängelanzeige durch den Mieter).
  • vertragswidrige Nutzung (Bei begründetem Verdacht vertragswidriger Nutzung der Wohnung [gewerbliche Nutzung oder Beeinträchtigung der Mitbewohner durch Müll oder Ungeziefer])

Hat der Mieter den Verdacht, dass der Vermieter während seiner Abwesenheit die Wohnung aufsucht, darf er die Tür besonders sichern und zum Beispiel ein Steckschloss (sog. „Kobold”) einbauen oder ähnliche Sicherungsmaßnahmen treffen. Will der Mieter dem Vermieter keinen Schlüssel überlassen, muss er dafür sorgen, dass der Vermieter oder sein Hausmeister die Wohnung in Notfällen betreten können. Dazu reicht es aus, wenn der Mieter wäh­rend einer längeren Abwesenheit einem Wohnungsnachbarn oder einem in der Nähe wohnenden Bekannten einen Wohnungsschlüssel überlässt und dies dem Vermieter mitteilt.

Hierfür muss jedoch ein besonderer Grund vorliegen. Können wir Ihnen helfen? Rufen Sie uns an: 02732 791079 und vereinbaren einen Beratungstermin oder fordern Sie unverbindlich unsere Ersteinschätzung online an.

Es ist für diese sog. Obliegenheitspflicht des Mieters – auch wenn er urlaubsbedingt abwesend ist – ausreichend, wenn der Mieter Freunden oder einem Nachbarn den Wohnungsschlüssel über­gibt, damit diese in gewissen Zeitabständen die Wohnung betreuen können.

  1. Der Vermieter, Hausverwalter oder Nachbar ist darüber zu unterrichten, wo der Schlüssel hinterlegt ist, sonst kann sich der Mieter schadensersatzpflichtig machen, wenn es zu einem Schadensfall (z;
  2. Wasserrohrbruch) in seiner Wohnung kommt;

Dies ist besonders bei Abwesenheit des Mieters im Winter wichtig, da dann die Gefahr des Einfrierens der Wasserleitung besteht.

Kann ich als Vermieter das Rauchen in der Wohnung verbieten?

Was hinsichtlich des Rauchens zu beachten ist. bei Abschluss des Mietvertrags – Vor Abschluss des Mietvertrags wollen Vermieter oft gerne wissen, ob der Mietinteressent Raucher ist. Ob es sich dabei aber um eine zulässige oder eine unzulässige Frage handelt, wurde bisher noch nicht vom Bundesgerichtshof entschieden.

Die Meinungen gehen daher natürlich auseinander. Das ist deswegen wichtig, weil Sie nur auf eine unzulässige Frage hin lügen dürfen, ohne negative rechtliche Folgen zu riskieren. Letztlich kommt es darauf an, ob das Interesse des Vermieters, über Ihr Rauchverhalten Bescheid zu wissen, höher bewertet wird als Ihr Recht als Mieter, private Dinge für sich zu behalten.

Ungefragt mitteilen müssen Sie jedenfalls nicht, ob Sie rauchen. Ob zwischen Mieter und Vermieter ein Rauchverbot wirksam vereinbart werden kann, wird von den Gerichten bisher nicht einheitlich entschieden. Meistens ist es jedoch so: Die individuelle Vereinbarung , dass in der Wohnung oder den Gemeinschaftsräumen gar nicht oder nur gelegentlich geraucht werden darf, ist wirksam.

Wie viele Schlüssel bei neuer Haustür?

Viele Mieter wünschen sich nicht nur für sich selbst einen Wohnungs- und Hausschlüssel, sondern auch noch für andere Personen, beispielsweise ihren woanders lebenden Partner, den Briefträger, ihre Putzfrau oder einen Verwandten. Nicht jeder Vermieter möchte diesem Wunsch entsprechen, denn jeder Schlüssel, welcher im Umlauf ist, erhöht das Sicherheitsrisiko.

  1. So kommt es regelmäßig zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Mieter und Vermieter bezüglich der Frage: Wie viele Wohnungsschlüssel bekommt ein Mieter? Grundsätzlich ist es so, dass ein Mieter Anspruch auf so viele Schlüssel hat, wie es Bewohner in seinem Haushalt gibt: Vier Mieter = vier Schlüssel; drei Mieter = drei Schlüssel; etc;
See also:  Wie Kann Man Einen Tresor Öffnen?

, und zwar jeweils einer für die Wohnungstür und einer für die Haustür [LG Berlin, 20. 06. 1985, 61 T 32/85]. Für Singlehaushalte sind gemäß der Rechtsprechung im Mietrecht jeweils zwei Haus- und Wohnungsschlüssel angemessen [LG Schöneberg, 09. 10. 1990, 103 C 406/90], da es als unzumutbar anzusehen ist, einer alleinstehenden Person keinen Zweitschlüssel für eine Person ihres Vertrauens auszuhändigen.

  • Abweichende Klauseln im Mietvertrag oder der Hausordnung sind nicht rechtens;
  • Sollte der Vermieter keine ausreichende Anzahl von Schlüsseln vorrätig haben, so muss er diese auf eigene Kosten nachmachen lassen;

Sträubt sich ein Vermieter massiv gegen das Aushändigen mehrerer Schlüssel, so kann sich der betroffene Mieter auf § 535 BGB berufen und auf Herausgabe der Schlüssel klagen. Auch eine Mietminderung ist gegebenenfalls möglich. Wenn jetzt aber ein Mieter persönlich mehr Wohnungsschlüssel benötigt, weil er mehrere Personen seines Vertrauen besitzt, die freien Zugang zu seiner Wohnung bekommen sollen, als ihm eigentlich zustehen würden, so muss er die Kosten für deren Herstellung aus eigener Tasche bezahlen.

  1. Er ist allerdings dazu verpflichtet, seinen Vermieter darüber zu informieren, dass er weitere Schlüssel gibt;
  2. Darüber hinaus kann der Vermieter verlangen, die Namen aller Personen zu erfahren, die einen Zweitschlüssel besitzen [AG Mainz, 03;

07. 2007, 80 C 96/07]. Zieht der Mieter aus, so hat er sämtliche Schlüssel zu übergeben, also auch jene, die er auf eigene Kosten hat nachmachen lassen. Auch darf er sich in seine Wohnungstür ein anderes Schloss einbauen und hierfür so viele Zweitschlüssel nachmachen, wie er möchte.

Wichtig dabei ist nur, dass er bei seinem Auszug den alten Zustand wieder herstellt, sprich: das ursprüngliche Türschloss wieder einbaut. Nun kann es aber passieren, dass es aufgrund der zusätzlich verteilten Schlüssel zu Zwischenfällen kommt.

Ist dies der Fall, so hat sich der Vermieter an jenen Mieter zu halten, welcher die Zweitschlüssel in Umlauf gebracht hat. Problematisch wird es in jenen Fällen, in denen einer der Schlüssel verlorengegangen ist. Grundsätzlich sind Klauseln, welche es dem Vermieter gestatten, bei Verlust eines Schlüssels auf Kosten des verursachenden Mieters die Schließanlage auszutauschen, unwirksam [LG Berlin, 02.

  • 05;
  • 2000, 64 S 551/99];
  • Der Verlust eines Schlüssels kann aber als Verletzung der Obhutspflicht angesehen werden, die für den Mieter bezüglich der Schlüssel besteht [ AG Hamburg , 26;
  • 08;
  • 1999, 47 C 178/99];
  • Ist diese Verletzung nachzuweisen, so ist der Mieter dem Vermieter gegenüber eventuell schadensersatzpflichtig, wobei es unerheblich ist, ob er selbst oder eine seiner Zweitschlüsselbesitzer den Verlust zu verantworten haben;

Dabei ist es jedoch von Bedeutung, ob der verlorene Schlüssel für einen unberechtigten Zutritt in die Mietwohnung missbraucht werden kann. Ist dies der Fall, so ist der Mieter schadenersatzpflichtig; wenn nicht, so entfällt diese Pflicht für ihn. Anders hingegen ist die Lage, wenn einem Mieter ein Schlüssel gestohlen wird, ohne dass er selbst seine Sorgfaltspflichten verletzt hat: ist dies der Fall, und kann er es beweisen, so ist er seinem Vermieter gegenüber nicht zu Schadenersatz verpflichtet.

Wer zahlt neuen Wohnungsschlüssel?

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Erstellt: 25. 05. 2010 Aktualisiert: 25. 05. 2010, 13:10 Uhr Kommentare Teilen Halle/Berlin – Gute Nachrichten für Mieter: Bricht zum Beispiel beim Aufsperren des Briefkastens der Schlüssel ab, so trägt der Mieter in der Regel keine Kosten für einen neuen Schlüssel. Für einen kaputten Schlüssel muss in der Regel der Vermieter aufkommen.

  1. Bricht dem Mieter zum Beispiel der Briefkastenschlüssel ab, trägt vom Grundsatz her der Vermieter die Kosten;
  2. Der Mieter muss auch nicht nachweisen, dass er keine Schuld hatte;
  3. Vielmehr muss der Vermieter ihm eine Schuld nachweisen, wenn er ihm die Kosten für den neuen Schlüssel aufbrummen will;

Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Halle/Saale hervor (Az. : 93 C 4044/08). Ein Mieter müsse zwar pfleglich mit dem Schlüssel umgehen. Einen Verstoß gegen diese Sorgfaltspflicht sahen die Richter in dem Fall aber nicht, wie die Miet- und Immobilienrechtsexperten des Deutschen Anwaltvereins (DAV) in Berlin erläutern.

Üblicherweise brächen Schlüssel wegen Materialermüdung ab, nicht wegen mangelnder Sorgfalt des Mieters. Mieter müssten das Anfertigen neuer Schlüssel auch nicht im Rahmen der häufig selbst zu leistenden Bagatellreparaturen übernehmen.

“Bagatellreparaturen müssen über eine ausdrückliche Regelung im Mietvertrag auf den Mieter abgewälzt werden”, erläutert Rechtsanwalt Thomas Hannemann aus Karlsruhe von der DAV-Facharbeitsgemeinschaft Mietrecht. Eine vom Mieter jährlich zu leistende Obergrenze werde meist mitvereinbart.

  1. Selbst reparieren müssen Mieter in der Regel aber nur Gegenstände, die ihrem ständigen “Zugriff” unterliegen, erklärt Hannemann;
  2. Dazu zählen üblicherweise Tür- und Fenstergriffe oder Rolllädengurte – nicht aber Schlüssel;

“Wenn ein Vermieter das in die Liste aufnehmen will, müsste er das im Vertrag ausdrücklich tun. ” dpa/tmn.

Kann ich als Mieter das Schloss austauschen?

Schloss austauschen in der Mietwohnung erlaubt Der Mieter hat gemäß § 553 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) das alleinige Recht zur Nutzung der Wohnung. Deshalb darf er in seiner Mietwohnung auch das Schloss austauschen, wenn er dies wünscht.

Wem darf Mieter Schlüssel an Dritte weitergeben?

Information nur über die Anzahl – Der Mieter ist berechtigt, weitere Schlüssel zu verlangen – wenn er sie für die Nutzung seiner Wohnung benötigt. Auf den konkreten Verwendungszweck kommt es hierbei nicht an. “Es bleibt dem Mieter überlassen, einen Reserveschlüssel etwa bei einer Bank zu hinterlegen”, erläutert Julia Wagner vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland.

Der Mieter darf auch für andere – etwa Putzfrau, Babysitter oder Pflegekraft – Schlüssel verlangen oder anfertigen lassen. Es steht ihm frei, selbst dem Postboten einen Hausschlüssel zu geben, wenn sich der Briefkasten innerhalb des Hauses befindet.

Dem Vermieter muss dabei keine Liste mit Namen und Adressen derjenigen überreicht werden, die über einen Haustür- und Wohnungsschlüssel verfügen. Nach Angaben von Engel-Lindner muss der Vermieter nur über die Anzahl der vorhandenen Schlüssel informiert werden, vor allem bei zusätzlich angefertigten Exemplaren.

So kann der Vermieter sichergehen, dass beim Auszug des Mieters keine Schlüssel mehr im Umlauf sind. Der Mieter darf auch auf eigene Kosten Schlüssel nachmachen. In Häusern mit modernen zentralen Schließanlagen benötigt der Mieter die Zugangsberechtigung (Code), um Schlüssel anfertigen zu lassen.

In solchen Fällen muss der Mieter sich oft ohnehin an seinen Vermieter wenden. “Dieser muss weitere Schlüssel anfertigen lassen, wenn diese vom Mieter aus objektiver Sicht benötigt werden”, so Engel-Lindner. Die Herstellungskosten trägt aber der Mieter.

See also:  Wie Bekommt Man Tür Auf Wenn Schlüssel Von Innen Steckt?

Was passiert wenn Vermieter Schlüssel hat?

– Bei der Wohnungsübergabe beim Auszug müssen Sie dem Eigentümer sämtliche Schlüssel übergeben. Dazu gehören auch die, die Sie nachgemacht haben. Gibt der Mieter Schlüssel nicht zurück, kann der Vermieter ihn anzeigen. Gut zu wissen : Hat der Mieter einen Schlüssel verloren, muss er den Vermieter umgehend informieren.

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Hat der Hausmeister Schlüssel für Wohnung?

Übergabe der Wohnungsschlüssel Der Vermieter darf  keinen Wohnungsschlüssel  „für alle Fälle”  zurück­behalten , es sei denn, der Mieter hat dies ausdrücklich gestattet (z. durch Vereinbarung in dem geschlossenen Mietvertrag). Dasselbe gilt im übrigen für den Schlüssel zum Tor eines eventuell mitvermieteten Gartens. Betritt der Vermieter mit einem Zweit- oder Universalschlüssel unberechtigterweise die Wohnung, kann der Mieter den Mietvertrag unter Umständen fristlos kündigen.

Selbst wenn der Vermieter im Einverständnis mit dem Mieter einen Schlüssel für die Wohnung behält, darf er die Wohnung in Abwesenheit des Mieters ohne dessen Willen nicht betreten. Andernfalls begeht der Vermieter unter Umständen einen Hausfriedensbruch (strafbar nach § 123 StGB [= Strafgesetzbuch]).

In einem solchen Fall kann der Mieter bei der für ihn zuständigen Staatsanwaltschaft oder bei jeder Polizeidienststelle Strafanzeige gegen den Vermieter erstatten. Achtung: Unter bestimmten Voraussetzungen hat der Vermieter jedoch auch ohne eine vertragliche Vereinbarung das Recht, die Mieträume zu betreten. Ein solcher besonderer Grund ist in folgenden Fällen anzunehmen:

  • Abwehr drohender Gefahren (Notfälle wie Wasserrohrbruch oder Zimmerbrand. In solchen Fällen ist eine vorherige Ankündigung entbehrlich).
  • Verkauf oder Neuvermietung (Vor dem Verkauf oder der Neuvermietung bei bevorstehender Beendigung des Mietverhältnisses).
  • Mieterhöhung  (Zur Begutachtung der Wohnung vor einer Mieterhöhung – umstritten!).
  • Mängelbesichtigung (Zur Mängelbesichtigung nach Mängelanzeige durch den Mieter).
  • vertragswidrige Nutzung (Bei begründetem Verdacht vertragswidriger Nutzung der Wohnung [gewerbliche Nutzung oder Beeinträchtigung der Mitbewohner durch Müll oder Ungeziefer])

Hat der Mieter den Verdacht, dass der Vermieter während seiner Abwesenheit die Wohnung aufsucht, darf er die Tür besonders sichern und zum Beispiel ein Steckschloss (sog. „Kobold”) einbauen oder ähnliche Sicherungsmaßnahmen treffen. Will der Mieter dem Vermieter keinen Schlüssel überlassen, muss er dafür sorgen, dass der Vermieter oder sein Hausmeister die Wohnung in Notfällen betreten können. Dazu reicht es aus, wenn der Mieter wäh­rend einer längeren Abwesenheit einem Wohnungsnachbarn oder einem in der Nähe wohnenden Bekannten einen Wohnungsschlüssel überlässt und dies dem Vermieter mitteilt.

  1. Hierfür muss jedoch ein besonderer Grund vorliegen;
  2. Können wir Ihnen helfen? Rufen Sie uns an: 02732 791079 und vereinbaren einen Beratungstermin oder fordern Sie unverbindlich unsere Ersteinschätzung online an;

Es ist für diese sog. Obliegenheitspflicht des Mieters – auch wenn er urlaubsbedingt abwesend ist – ausreichend, wenn der Mieter Freunden oder einem Nachbarn den Wohnungsschlüssel über­gibt, damit diese in gewissen Zeitabständen die Wohnung betreuen können.

  1. Der Vermieter, Hausverwalter oder Nachbar ist darüber zu unterrichten, wo der Schlüssel hinterlegt ist, sonst kann sich der Mieter schadensersatzpflichtig machen, wenn es zu einem Schadensfall (z;
  2. Wasserrohrbruch) in seiner Wohnung kommt;

Dies ist besonders bei Abwesenheit des Mieters im Winter wichtig, da dann die Gefahr des Einfrierens der Wasserleitung besteht.

Was ist Hausfriedensbruch Vermieter?

Der Hausfriedensbruch ist die vorsätzliche Verletzung des verfassungsrechtlich geschützten Gutes der Unverletzlichkeit befriedeter Besitztümer. Geschützt wird durch § 123 StGB das individuelle Hausrecht. Strafbar macht sich derjenige, der gegen den Willen des Berechtigten in die in § 123 Abs.

1 StGB genannten Räumlichkeiten eindringt oder der sich trotz Aufforderung des Berechtigten aus den Räumlichkeiten nicht entfernt. Als Räumlichkeiten werden Wohnungen, Geschäftsräume, befriedete Besitztümer sowie abgeschlossene Räume, welche zum öffentlichen Dienst oder Verkehr bestimmt sind, genannt.

Berechtigter ist der Inhaber des Hausrechts, d. derjenige, der entscheiden darf, wer sich in den geschützten Räumlichkeiten aufhalten darf und wer nicht, also z. der Eigentümer, Mieter oder Pächter der Räumlichkeit. Auch der Vermieter einer Wohnung kann sich des Hausfriedensbruchs strafbar machen, wenn er gegen den Willen des Mieters in dessen Wohnung eindringt.

Dies gilt auch für den Fall, dass er mit einem Nachschlüssel, aber ohne Wissen des Mieters die Wohnung betritt. Dem Vermieter ist es nur gestattet die Wohnung ohne Wissen des Mieters zu betreten, wenn er dies zur Gefahrenabwehr macht, etwa bei einem Wasserrohrbruch in Abwesenheit des Mieters.

Das Einverständnis des Berechtigten schließt einen Hausfriedensbruch aus. Eine generelle Zutrittserlaubnis bei Gebäuden mit Publikumsandrang (z. Kaufhaus) genügt hierzu. Bestraft wird der Hausfriedensbruch mit Freiheitsstrafe (siehe Freiheitsstrafe ) bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe (siehe Geldstrafe ).

Was tun wenn der Mieter den Schlüssel nicht abgibt?

Schadensersatz für neue Schlüssel und neues Schloss – Kann der Mieter die Schlüssel nicht zurückgeben, muss er Schadensersatz zahlen. Diesen Anspruch hat der Vermieter sicher und kann das auch einklagen. Welche Kosten des Vermieters darunter genau fallen und wie hoch der zu zahlende Betrag durch den Mieter am Ende ist, kann man allerdings nicht pauschal sagen.

Das kommt vielmehr darauf an, was im jeweiligen Fall passiert ist: Warum fehlen die Schlüssel und welche Schlüssel fehlen – reicht es neue Schlüssel nachmachen zu lassen oder ist ein Schlossaustausch notwendig? So kann ein Mieter zum Beispiel verpflichtet sein, die Kosten für die Lieferung und Montage eines passsenden Rundzylinders einer zentralen Schließanlage mit 3 Schlüsseln zu übernehmen (AG Witten ZMR 2003, 507).

Auch der komplette Austausch einer Schließanlage kann dem Mieter in Rechnung gestellt werden. Zum Beispiel dann, wenn er den Generalschlüssel verloren hat (AG Münster WuM 2003, 354. ) Allerdings gibt es Einschränkungen bei der Ersatzpflicht, wenn der Mieter den/ die Schlüssel verloren hat.

  • Dann besteht eine Ersatzpflicht für den Austausch des Schlosses oder gar der Schließanlage nur dann, wenn eine Gefahr besteht, dass sich ein Dritter mit dem verlorenen Schlüssel unbefugten Zutritt verschaffen kann;

So etwa ein unbekannter Finder oder Dieb). Kann eine solche Gefahr ausgeschlossen werden reicht es dagegen, einen Ersatzschlüssel zu machen. Der Mieter muss dann auch nur diese Kosten tragen. Ob eine Gefahr des unbefugten Zutritts durch einen Dritten ausgeschlossen ist, muss der Mieter beweisen.

Das kann z. durch den Ort des Schlüsselverlusts sein, wenn er etwa im Auslandsurlaub verloren ging oder im Meer usw. verloren wurde. Behauptet der Mieter der Schlüssel ist schon lange weg und es ist bisher noch nichts passiert, reicht das allerdings nicht um eine Gefährdung auszuschließen (AG Münster, 17.

02. 2003, Az. : 48 C 2430/02).