Was Ist Ein Gpg Schlüssel?

Was Ist Ein Gpg Schlüssel
Funktionsweise [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – GPG ist ein Public-Key-Verschlüsselungsverfahren , das heißt, dass zum Verschlüsseln von Nachrichten keine geheimen Informationen nötig sind. Jeder GPG-Nutzer erstellt ein Schlüsselpaar, das aus zwei Teilen besteht: dem privaten Schlüssel und dem öffentlichen Schlüssel.

Auf den privaten Schlüssel darf nur der Eigentümer Zugriff haben. Daher wird dieser in der Regel auch mit einem Passwort geschützt. Mit diesem können Daten entschlüsselt und signiert werden. Der öffentliche Schlüssel dient dazu, Daten zu verschlüsseln und signierte Daten zu überprüfen.

Er muss jedem Kommunikationspartner zur Verfügung stehen, der diese beiden Aktionen durchführen will. Die Daten können mit dem öffentlichen Schlüssel weder signiert noch entschlüsselt werden, daher ist seine Verbreitung auch mit keinem Sicherheitsrisiko behaftet.

Die öffentlichen Schlüssel können mit anderen Nutzern über eine Vielzahl von Kanälen ausgetauscht werden, z. Internet- Schlüsselserver. Sie (bzw. die Kombination aus öffentlichem Schlüssel und User-ID) sollten vor der Verwendung unbedingt verlässlich geprüft werden, um Identitätsmanipulationen vorzubeugen, da die in öffentliche Schlüssel eingetragenen Identitätsinformationen (meist Name und E-Mail, ggf.

auch ein Kommentar) trivial gefälscht werden können. GPG kann nur feststellen, ob die Daten mit einem bestimmten Schlüssel signiert bzw. verschlüsselt wurden. Ob der Schlüssel selbst vertrauenswürdig ist, muss der Anwender entscheiden, schließlich kann jeder einen Schlüssel mit den Angaben fremder Anwender erstellen und ihn auf einen Keyserver laden.

Einem aus einer unsicheren Quelle (z. dem Internet) geladenen Schlüssel sollte man also zunächst nicht vertrauen. Zur Überprüfung besorgt man sich den Fingerabdruck ( Hash-Wert ) des Schlüssels über einen sicheren Kanal (z.

Telefon) und vergleicht ihn mit dem lokal erzeugten des heruntergeladenen Schlüssels. Dies ist sicher, weil es nicht möglich ist, einen passenden Schlüssel für einen gegebenen Fingerabdruck zu erzeugen. Diese Sicherheit hängt an der Stärke der Hashfunktion (und der Menge möglicher Schlüssel).

In der Version 4 des OpenPGP-Schlüsselformats ist dafür die Verwendung der Hashfunktion SHA-1 festgeschrieben, für die derzeit (2012) zwar Kollisionsangriffe, nicht aber die für die Imitation von Schlüsseln entscheidenden Second-Preimage-Angriffe möglich sind.

Durch die kürzlich erfolgte Festlegung der SHA-3 -Hashfunktion ist mit dem baldigen Beginn der Entwicklung des nächsten OpenPGP-Schlüsselformats zu rechnen. Um die Daten zu verschlüsseln oder zu signieren, stehen unterschiedlich starke Schlüssel zur Verfügung.

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Was macht GPG?

GnuPG oder GPG (GNU Privacy Guard) ist ein freies Kryptographiesystem, das heißt, es dient zum Ver- und Entschlüsseln von Daten sowie zum Erzeugen und Prüfen elektronischer Signaturen. Das Programm implementiert den OpenPGP-Standard und wurde als Ersatz für PGP entwickelt.

Wie benutzt man GPG?

Signieren von Schlüsseln [ Bearbeiten ] – Mit gpg –sign-key ID gibt man an, dass man den Schlüssel mit der entsprechenden ID (wie bei –export oder –list-keys ) signieren und somit beglaubigen will. GnuPG stellt zur Sicherheit noch ein paar Fragen, die man möglichst ehrlich beantworten sollte.

Das soll heißen, dass der Schlüssel wirklich zu überprüfen ist: persönlich, mit amtlichen Ausweis und gpg-Fingerabdruck. Für solche Zwecke gibt es zum Beispiel Keysigning-Partys, worauf ich später noch zurückkommen werde.

Natürlich sollte man der Welt zeigen, dass man diesen Schlüssel signiert hat. Das macht man, indem man den Schlüssel an einen Schlüsselserver oder dem Schlüsseleigentümer per E-Mail sendet (am besten verschlüsselt), er ihn dann importiert und selbst an einen Server schickt.

Wie mache ich einen PGP Key?

Was ist gnupg2?

GNU Privacy Guard – ein freier PGP-Ersatz (Übergangspaket) – GnuPG ist das GNU-Werkzeug zur sicheren Kommunikation und Datenspeicherung. Es kann zum Verschlüsseln von Daten und zum Erstellen digitaler Signaturen genutzt werden. GnuPG beinhaltet eine fortschrittliche Schlüsselverwaltung und ist konform zum vorgeschlagenen Internetstandard OpenPGP.

Was ist GPG Signatur?

GNU Privacy Guard
Basisdaten
Maintainer Werner Koch
Entwickler The GNU Privacy Guard Team
Erscheinungsjahr 1997
Aktuelle  Version 1. 23 ( 11. Juni 2018 )
Betriebssystem GNU/Linux , macOS (und andere unixoide Systeme ), Windows
Programmiersprache C
Kategorie Verschlüsselungssoftware
Lizenz GNU GPLv3+
deutschsprachig ja
Sonstiges z. für Systeme ohne gpg-agent wird Version 1 weiter gepflegt, aktuell ist 1. 22 (19. Juli 2017)
gnupg. org
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GNU Privacy Guard (englisch für GNU – Privatsphärenschutz ), abgekürzt GnuPG oder GPG , ist ein freies Kryptographiesystem. Es dient zum Ver- und Entschlüsseln von Daten sowie zum Erzeugen und Prüfen elektronischer Signaturen. Das Programm implementiert den OpenPGP -Standard nach RFC 4880 und wurde als Ersatz für PGP entwickelt. Versionen ab 2. 0 implementieren auch den S/MIME – und den PGP/MIME -Standard.

GnuPG benutzt standardmäßig nur patentfreie Algorithmen und wird unter der GNU-GPL vertrieben. Es kann unter GNU/Linux , MacOS und diversen anderen unixoiden Systemen sowie unter Microsoft Windows betrieben werden.

Das Projekt wurde 1997 von Werner Koch begonnen, der immer noch der Hauptentwickler ist. Ende 2014 rief Koch zum Crowdfunding auf, im Januar 2015 wurde das Thema von überörtlicher Presse aufgegriffen und innerhalb weniger Tage war die Finanzierung durch Spenden für zwei bis drei Jahre gesichert.

Was ist ein öffentlicher PGP Schlüssel?

Wie funktioniert PGP-Verschlüsselung? – PGP hat einige Funktionen mit anderen Verschlüsselungssystemen gemeinsam, von denen Sie vielleicht schon gehört haben. Das sind beispielsweise die Kerberos-Verschlüsselung (die zur Authentifizierung von Netzwerkbenutzern verwendet wird) und die SSL-Verschlüsselung (die zur Sicherung von Websites verwendet wird). Das folgende Diagramm kann die Funktionsweise von PGP gut veranschaulichen: Was Ist Ein Gpg Schlüssel Der mathematische Unterbau dieser Verschlüsselungsmethoden ist relativ komplex (einen Einblick dazu erhalten Sie hier , wenn Sie möchten). Deshalb beschränken wir uns hier auf die grundlegenden Konzepte. Auf der höchsten Ebene funktioniert die PGP-Verschlüsselung folgendermaßen:

  • Zunächst erzeugt PGP einen zufälligen Sitzungsschlüssel mit einem seiner zwei (Haupt-)Algorithmen. Dieser Schlüssel ist eine große Zahl, die nicht erraten werden kann und nur einmal verwendet wird.
  • Als Nächstes wird dieser Sitzungsschlüssel verschlüsselt. Das geschieht unter Verwendung des öffentlichen Schlüssels des Empfängers der Nachricht. Der öffentliche Schlüssel ist an die Identität einer bestimmten Person gebunden, und jeder kann ihn verwenden, um ihr eine Nachricht zu senden.
  • Der Absender sendet seinen verschlüsselten PGP-Sitzungsschlüssel an den Empfänger und dieser kann ihn mit seinem privaten Schlüssel entschlüsseln. Mit diesem Sitzungsschlüssel kann der Empfänger nun die eigentliche Nachricht entschlüsseln.
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Diese Vorgehensweise mag erst einmal seltsam wirken. Warum sollten wir den Verschlüsselungscode selbst verschlüsseln? Nun, die Antwort ist ziemlich einfach. Die Kryptographie mit öffentlichen Schlüsseln ist viel langsamer als die symmetrische Verschlüsselung (bei der Absender und Empfänger denselben Schlüssel verwenden).

Grundsätzlich wird bei der PGP-Verschlüsselung eine Kombination aus zwei Verschlüsselungsformen verwendet: Symmetrische Verschlüsselung und Verschlüsselung mit einem öffentlichen Schlüssel. Die Verwendung der symmetrischen Verschlüsselung erfordert jedoch, dass der Absender dem Empfänger den Schlüssel im Klartext mitteilt, was wiederum unsicher wäre.

Durch die Verschlüsselung des symmetrischen Schlüssels mit dem (asymmetrischen) öffentlichen Schlüsselsystem kombiniert PGP die Effizienz der symmetrischen Verschlüsselung mit der Sicherheit von öffentlichen Schlüsseln.