Was Bedeutet Tresor?

Was Bedeutet Tresor
Tresore sind sicher verschlüsselte, übergeordnete Ordner für Ihre Dateien. Jeder lokal gespeicherte Ordner kann ein unabhängiger Tresor werden, was bedeutet, dass die Inhalte dieses Ordners verschlüsselt und sicher in der Cloud verwahrt werden.

Welche Sicherheitsstufe hat ein Tresor?

Sicherheitstufen und deren Versicherungssummen – Welche Summe soll versichert werden?

Sicherheitsstufe Beschreibung Versicherbar ( Privat )
Sicherheitsstufe S1 nach EN 14 450 Weitgehender Schutz gegen mechanisch wirkende Einbruchwerkzeuge für Tür und Korpus. Verankerungstest bei freistehenden Schränken. Schutz gegen leichte Brände. € 2,500
Sicherheitsstufe S2 nach EN 14 450 Weitgehender Schutz gegen mechanisch wirkende Einbruchwerkzeuge für Tür und Korpus. Verankerungstest bei freistehenden Schränken. Schutz gegen leichte Brände. € 2,500
Sicherheitsstufe 0 nach EN 1143-1 Definierter und typgeprüfter Einbruchschutz gegen Angriffe mit mechanisch und thermisch wirkenden Werkzeugen von 30/30 RU*. € 40,000
Sicherheitsstufe 1 nach EN 1143-1 Definierter und typgeprüfter Einbruchschutz gegen Angriffe mit mechanisch und thermisch wirkenden Werkzeugen von 30/50 RU*. € 65,000
Sicherheitsstufe 2 nach EN 1143-1 Definierter und typgeprüfter Einbruchschutz gegen Angriffe mit mechanisch und thermisch wirkenden Werkzeugen von 50/80 RU*. € 100,000
Sicherheitsstufe 3 nach EN 1143-1 Definierter und typgeprüfter Einbruchschutz gegen Angriffe mit mechanisch und thermisch wirkenden Werkzeugen von 80/120 RU*. € 200,000
Sicherheitsstufe 4 nach EN 1143-1 Definierter und typgeprüfter Einbruchschutz gegen Angriffe mit mechanisch und thermisch wirkenden Werkzeugen von 120/180 RU*. € 400,000
Sicherheitsstufe 4KB nach EN 1143-1 Tresore der Sicherheitsstufe 4KB verfügen zusätzlich über einen Kronbohrschutz. € 500,000
Sicherheitsstufe 5 nach EN 1143-1 Definierter und typgeprüfter Einbruchschutz gegen Angriffe mit mechanisch und thermisch wirkenden Werkzeugen von 180/270 RU*. € 500,000
Sicherheitsstufe 5KB nach EN 1143-1 Tresore der Sicherheitsstufe 5KB verfügen zusätzlich über einen Kronbohrschutz. € 750,000
Sicherheitsstufe 6 nach EN 1143-1 Definierter und typgeprüfter Einbruchschutz gegen Angriffe mit mechanisch und thermisch wirkenden Werkzeugen von 180/270 RU*. € 750,000
Sicherheitsstufe 6KB nach EN 1143-1 Tresore der Sicherheitsstufe 6KB verfügen zusätzlich über einen Kronbohrschutz. € 1,000,000

Achtung: Tatsächliche Werte können sich je nach Versicherung unterscheiden.

Was ist ein hitzebeständiger Tresor?

Temperaturen, die ein Tresor aushalten muss – Ein Tresor hält normalerweise sehr hohe Temperaturen aus, vor allem wenn er für eine bestimmte Brandschutzklasse zertifiziert ist. Wird ein Sicherheitsschrank also als feuerfester Tresor angeboten, muss er auch eine hohe Temperatur von mehreren hundert Grad Celsius aushalten.

  1. Zudem gibt es Richtlinien, welche die Innentemperatur betreffen;
  2. Um diese gering bzw;
  3. wesentlich geringer als die Außentemperatur zu halten, ist ein hitzebeständiger und feuerfester Tresor doppelwandig aufgebaut;

Zwischen den beiden Wänden sowie in den Türen ist ein schwer entflammbarer sowie hitzeabweisender Stoff eingebracht. Dieser soll im Brandfall dafür sorgen, dass die Innenraumtemperatur des Tresors die folgenden Werte nicht überschreitet:

  • Schutz für Papier: Maximal 175° C rechnet man Papier als Hitzebeständigkeit an; bis dahin fängt es ohne direkten Kontakt zu einer Flamme kein Feuer
  • Schutz für digitale Datenträger: USB-Sticks, also Flash-Speicher, sowie auch DVDs sollen mit maximal 120°C konfrontiert werden – zwar fangen sie nicht so leicht Feuer, verformen sich aber
  • Schutz für weitere Datenträger: Disketten und ähnliche Datenträger oder Materialien vertragen noch weniger Hitze, weswegen der Tresor innen eine Temperatur von maximal 52°C aufweisen darf

Wie sieht eine Tresore aus?

Konstruktion [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Je nach Sicherheitsstufe sind Korpus und Tür ein- oder mehrwandig ausgeführt in einer Stärke bis zu 20 Zentimetern. Die Stahlwandungen werden je nach erforderlichem Schutz mit Isolierstoffen, Kunststoffen, Beton oder einer Kombination gefüllt.

Es kommen auch Stoffe und Mechanismen zum Einsatz, um Einbruchswerkzeuge zu behindern oder unwirksam zu machen um die Zeit bis zum Aufbruch deutlich zu verlängern. So sind Karborundpartikel in einer Betonfüllung oder gehärtete Stahlrohre mit Stahlkugelfüllung dazu geeignet, Bohrer oder Trennscheiben schnell abstumpfen zu lassen.

Chemische Zuschlagstoffe mit einer flammhemmenden Funktion erschweren die Nutzung von Schneidbrennern. Die Tür wird durch Spezialscharniere getragen und geführt sowie durch ein Riegelwerk, welches mehrseitig in den Korpus schließt, gesichert. Als Sperrstelle in das Riegelwerk wirken ein oder mehrere Schlösser, wie Doppelbart-Schlüsselschloss und Zahlenschloss (Kombinationsschloss), mechanisch oder elektronisch wirkend; siehe auch Schloss (Technik). Beschrieben sind Produkte aus deutscher oder europäischer Fertigung nach dem entsprechenden Standard; es gibt jedoch weltweit Produkte, die den hiesigen Normen nicht entsprechen und von den Versicherungs- und Haftungsbedingungen ausgeschlossen sind Mechanik eines Tresorschlosses Da bei privaten Käufern zunehmend der Fokus auf geringe Kosten bei der Beschaffung eines Tresors gelegt wird, kam es in den zurückliegenden 30 Jahren zu einem erheblichen Preisdruck bei den Herstellern. So sind beispielsweise die Kosten für einen B-Tresor im Privatbereich (ca. 1500 mm × 700 mm × 500 mm) von ca. 500 DM Mitte der 1980er Jahre auf heute (2015 für VdS-Klasse 0) ca. 000 € gesunken. unter Berücksichtigung der Kaufkraft sind die Preise auf ca. 1/3 gefallen.

Die Einrichtung variiert vom Stahlboden bis zur Hängeregistratur , Schublade oder abgeschlossenen Innenfach. Täter versuchen immer wieder an abweichenden Stellen, ein Wertbehältnis zu öffnen; typische Schwachstellen gibt es nicht, denn alle Wandungen und Elemente werden innerhalb einer Sicherheitsstufe gleichwertig ausgeführt.

Dieser Preisrückgang rührt primär nicht aus geringeren Margen der Hersteller und Händler her, sondern überwiegend aus Kostensenkungsmaßnahmen in der Tresorherstellung. Geringerer Materialeinsatz (Massenreduktion beim eingesetzten Material), vereinfachte Fertigungsverfahren im Rahmen eines Design-to-cost-Prozesses (sichtbar u.

  1. an wesentlich größeren Spaltmaßen an den Türen gegenüber früher) und Fertigung in Niedriglohnländern (oftmals Polen oder asiatische Länder);
  2. Sogenannte hartgefüllte B-Tresore mit einer Betonfüllung des Hohlraumes boten deutlich mehr Widerstand gegen Aufbruchsversuche, sind jedoch dem Kostendruck zum Opfer gefallen und werden heute nicht mehr hergestellt;

Im Niedrigpreisbereich werden immer noch Tresore nach der zurückgezogenen VDMA-Einstufung in Klasse B angeboten. Derartige Tresore bestehen lediglich aus 3 mm starkem Stahlblech, einer 30 mm breiten (Luft)Isolationsschicht (bei Möbeltresoren) und einer zweiten Blechwand von nur 1,5 mm.

  1. Der Einbruchwiderstand dieser Tresore ist minimal;
  2. Oftmals können derartige Tresore im Niedrigpreisbereich mit einem Brecheisen im Türspalt zwischen Tür und Korpus in wenigen Minuten geräuscharm aufgehebelt werden;

Irreführend ist zudem die Werbeaussage mancher Händler, dass solche Schränke heute noch bis 40. 000 € versicherbar wären. Die alte Versicherungseinstufung galt nur, wenn der Klasse B Tresor im Privatbereich ein Eigengewicht von mindestens 200 kg hatte (gewerblich wurden mindestens 300 kg gefordert) – viele der heute noch beworbenen Tresore nach der alten VDMA-Klassifizierung B sind wesentlich leichter, so dass sie teilweise von Versicherungen nicht mehr in Deckung genommen werden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Laie und einem Tresor?

VDMA-Norm (Bauvorschrift/Fertigungsnorm) [ Bearbeiten | Quelltext bearbeiten ] – Das Einheitsblatt VDMA 24992 war eine Bauvorschrift, keine Sicherheitsnorm, wie häufig falsch ausgesagt wird. Es wurde kein Widerstand gegen Einbruch definiert. In den folgenden Stufen decken die Versicherungsunternehmen Beträge von 2.

500 € bis zu mehreren 100. 000 €. Tresor ist also nicht gleich Tresor. Der Laie sollte nicht versuchen, den Schutzwert eines Wertbehältnisses nach äußerlichen Merkmalen zu beurteilen. Allein die im Schrank befindliche Plakette dokumentiert die Sicherheit, wenn diese mit dem Kennzeichen VdS oder der ECB·S Zertifizierungsmarke oder mit dem eines anderen zugelassenen europäischen Instituts versehen ist.

Diese Qualitätsplakette wird erst nach objektiven, reproduzierbaren Tests am Schrank verliehen. Nach Empfehlungen der European Certification Body (ECB) sollen Behältnisse der Klassen A und B seit dem Jahr 2004 nicht mehr in Deckung genommen werden und Behältnisse nach der alten RAL-Normen nur nach Absprache mit dem Versicherer.

  1. Die Schränke der Klassen A und B tragen keine der vorgenannten Plaketten, sondern nur eine des jeweiligen Herstellers; es gibt auch Behältnisse mit gefälschten Kennzeichnungen am Markt;
  2. Stahlschränke nach Klasse A und B werden weiterhin beworben und verkauft, z;

als Wand- und Möbeltresor. Als Waffenschränke sind diese nur bei Personen zulässig, welche diese bereits vor dem 6. Juli 2017 erworben haben.

Bauart Klasse Norm
Einwandiger Stahlschrank Klasse A nach VDMA 24992, Mai 1995
Mehrwandiger Stahlschrank Klasse B nach VDMA 24992, Mai 1995
Wertschutzschrank Sicherheitsstufe C1 nach RAL-RG 626/2
Wertschutzschrank Sicherheitsstufe C2 nach RAL-RG 626/2
Panzergeldschrank Sicherheitsstufe D 10 nach RAL-RG 626/10
Panzergeldschrank Sicherheitsstufe D 20 nach RAL-RG 621/20
Panzergeldschrank Sicherheitsstufe E 10 nach RAL-RG 621/10

Da mittlerweile erkannt wurde, dass die Anforderungen der Klassen A und B (VDMA 24992 / Mai 95) nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen, wurde per 31. Dezember 2003 das Einheitsblatt VDMA 24992 vom VDMA ersatzlos zurückgezogen, damit endete auch die Herstellerüberwachung.