Wann Darf Polizei Tür Aufbrechen?

Wann Darf Polizei Tür Aufbrechen
Darf die Polizei Ihre Wohnräume betreten? – Wenn die Polizei an der Haus- oder Wohnungstür klingelt, kann das verschiedene Gründe haben. Nicht jeder davon verpflichtet Sie, die Beamten und Beamtinnen einzulassen. Grundsätzlich ist es nämlich so, dass auch die Polizei um Erlaubnis bitten muss: Ohne Ihre Zustimmung darf sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung nicht betreten.

Anders sieht es aus, wenn eine der in § 45 des Bundespolizeigesetzes genannten Ausnahmen vorliegt. Bringt die Polizei also einen Durchsuchungsbeschluss oder einen Haftbefehl mit, müssen Sie den Beamten und Beamtinnen Zutritt gewähren.

Besteht der dringende Verdacht , dass eine Gefahrensituation besteht oder es zu einem Verbrechen kommt, dürfen Polizisten und Polizistinnen Ihre Wohnräume sogar ohne Beschluss betreten. Verweigern Sie den Einlass, sind die Beamten und Beamtinnen befugt, sich selbst Zugang zu verschaffen.

Was ist eine Notöffnung?

Unter einer Notfalltüröffnung versteht man das gewaltsame Eindringen in einen verschlossenen Raum auf Grund einer Notfallsituation. Solch eine Notfallsituation kann einerseits durch Personen in Notlagen erforderlich, aber auch durch andere Umstände (z.

  • ein Brand ) gerechtfertigt sein;
  • Werden in dem Wohnraum hilflose Personen bzw;
  • Personen in Notlage vermutet, so spricht man in der Regel auch von einer Türöffnung mit Unfallverdacht;
  • Ziel dieser Notfalltüröffnung ist es, den Rettungskräften Zugang zu verschaffen und der hilflosen Person Hilfe zukommen zu lassen;

Meistens sind diese Notfalltüröffnungen nach Unfällen, akuten Erkrankungen oder Suizid (versuch)en erforderlich und werden von Polizei , Rettungsdienst oder Angehörigen angefordert. Bevor die Tür durch die Feuerwehr geöffnet werden darf, müssen Indizien für einen Unglücksfall vorliegen.

Diese können z. ein überquellender Briefkasten, ein generell schlechter Allgemeinzustand oder, als sicheres Indiz, Hilferufe aus der Wohnung sein. Erfolgt die Türöffnung jedoch ohne belastbare Indizien auf eine Gefahr, d.

bei einer Putativgefahr , so ist diese Maßnahme rechtswidrig. Im Falle der Amtshilfe muss die anfordernde Behörde (z. Polizei) sich für die Rechtmäßigkeit verantworten. Eine Notfalltüröffnung liegt auch dann vor, wenn andere Schadenslagen vorliegen: Dies kann ein (entstehender) Brand sein, aber auch ein technisches Gebrechen (z.

Wann muss ich die Polizei in meine Wohnung lassen Österreich?

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Grundsätzlich darf eine Wohnung nur auf richterlichen Befehl von staatlichen Organen durchsucht werden. Eine Hausdurchsuchung ist zulässig, wenn angenommen werden muss, dass sich in der Wohnung eine Person versteckt, die einer Straftat verdächtig ist, oder wenn sich dort Gegenstände oder Spuren befinden, die sicherzustellen oder auszuwerten sind. Bei Gefahr in Verzug können Sicherheitsorgane ( z.

  1. Kriminalpolizei) eine Wohnung ausnahmsweise auch ohne richterlichen Befehl durchsuchen;
  2. Ausführliche Informationen zum Thema ” Haus- und Personendurchsuchung ” finden sich auf oesterreich;
  3. gv;
  4. at;
  5. Letzte Aktualisierung: 21;

April 2022 Für den Inhalt verantwortlich: oesterreich. gv. at-Redaktion.

Wer zahlt wenn die Polizei die Tür eintritt?

Kommt es durch einen Polizeieinsatz oder durch den Einsatz der Feuerwehr zu einer Beschädigung der Wohnungstür, dann ist der Vermieter in der Regel verpflichtet, die Tür instand zu setzen und auch die Kosten zu tragen.

Wann darf die Polizei in eine Wohnung?

Wie läuft eine polizeiliche Durchsuchung ab? – In der Regel werden Hausdurchsuchungen am frühen Morgen durchgeführt. Dennoch müssen sich Beamte auch an bestimmte Zeiten halten. Im Sommer dürfen Durchsuchungen nicht zwischen 21 Uhr abends und 4 Uhr morgens stattfinden.

Im Winter gilt Gleiches für 21 Uhr und 6 Uhr. Allerdings sind Hausdurchsuchungen auch am Wochenende möglich. Die Staatsanwaltschaft händigt einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss aus, mit dem die Polizeibeamten schließlich vor der betroffenen Haustür stehen.

Auch ein Drogenspürhund kann anwesend sein, was vor allem dann der Fall ist, wenn Rauschgift ausfindig gemacht werden soll. Die Polizei wird konkrete Funde und Beweismittel sicherstellen. Nach der Durchsuchung sollten sich Betroffene ein Verzeichnis aller Funde oder gesicherten Gegenstände anfertigen lassen.

Warum kann die Polizei vor der Tür stehen?

Bringt die Polizei also einen Durchsuchungsbeschluss oder einen Haftbefehl mit, müssen Sie den Beamten und Beamtinnen Zutritt gewähren. Besteht der dringende Verdacht, dass eine Gefahrensituation besteht oder es zu einem Verbrechen kommt, dürfen Polizisten und Polizistinnen Ihre Wohnräume sogar ohne Beschluss betreten.

Hat die Polizei das Recht mein Auto zu durchsuchen?

Durchsuchung des Autos durch die Polizei – Bei einer Kontrolle durch die Polizei sollten Autofahrer beachten, dass die Beamten zu einer allgemeinen Verkehrskontrolle berechtigt sind. Das ergibt sich aus § 36 StVO. Eine allgemeine Verkehrskontrolle zeichnet sich dadurch aus, dass sie ohne einen konkreten Anlass vorgenommen werden darf.

  1. Die Polizisten brauchen sich hierfür also nicht zu rechtfertigen;
  2. Im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle darf zunächst einmal das Auto angehalten werden und die Identität des Fahrers samt Insassen festgestellt werden;

Darüber hinaus dürfen die Beamten sich vergewissern, dass sich das Fahrzeug in einem verkehrssicheren Zustand befinden (etwa Überprüfung der Reifen oder Kontrolle von Verbandskasten und Warndreieck). Dies berechtigt sie jedoch nicht zur Durchsuchung des Autos.

See also:  Wie Bekomme Ich Einen Abgebrochenen Schlüssel Aus Dem Zündschloss?

Polizisten dürfen einen Wagen samt Kofferraum normalerweise nur dann durchsuchen, wenn sie über einen richterlichen Durchsuchungsbefehl verfügen. Anders ist dies jedoch dann, wenn die Beamten einen begründeten Verdacht in Bezug auf eine Straftat haben.

Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn es im Wagen nach Marihuana riecht. Dann dürfen sie unter Umständen selbst eine Durchsuchungsanordnung erlassen. Betroffene Autofahrer sollten deshalb die Polizisten ruhig fragen, ob sie einen Durchsuchungsbefehl dabei haben bzw.

Was die Polizei darf und was nicht?

Die wichtigsten Fakten im Überblick –

  • Die Polizei darf Personenkontrollen nur mit konkreter Begründung durchführen.
  • Ohne konkreten Verdacht dürfen die Beamten nur die persönlichen Daten abfragen.
  • Alle darüber hinaus gehende Fragen muss man nicht beantworten.
  • Eine Auswahl der kontrollierten Person anhand diskriminierender Merkmale wie der Hautfarbe ist nicht zulässig.

Quelle: Deutsche Anwaltauskunft.

Wer zahlt Schäden nach Polizeieinsatz?

Schäden an Wohnung nach Polizeieinsatz – Staatskasse muss zahlen – Foto: Jörg Carstensen (dpa) Schäden in einer Mietwohnung, die durch einen Polizeieinsatz verursacht wurden, muss die Staatskasse ersetzen. Allerdings gilt das nicht uneingeschränkt, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Entstehen in einem Mietshaus Schäden durch einen Polizeieinsatz, haben Vermieter Anspruch auf Entschädigung. Dies gilt jedoch nur eingeschränkt: Wusste der Vermieter von den kriminellen Machenschaften seines Mieters, kann sein Anspruch auch abgelehnt werden.

So entschied der BGH , wie die Zeitschrift “Das Grundeigentum” (Heft 9/2013) des Eigentümerverbandes Haus & Grund Berlin berichtet. In dem verhandelten Fall war eine Wohnung von der Polizei durchsucht worden, weil der Mieter verdächtigt wurde, mit Drogen zu handeln.

Bei dem Einsatz wurde ein Fenster beschädigt und der Teppich verschmutzt. Der Vermieter forderte eine Kostenerstattung. Das Landgericht sprach ihm eine Entschädigung von rund 800 Euro zu. Nachdem das Oberlandesgericht in der Berufung die Klage jedoch abgewiesen hatte, zog der Vermieter vor den BGH.

  • Mit Erfolg: Grundsätzlich stehe dem Vermieter ein Schadenersatzanspruch zu, befanden die Richter (Az;
  • : III ZR 253/12);
  • Das gelte allerdings nur, wenn der Vermieter nicht wusste, dass die Wohnung dafür genutzt wird, Straftaten zu begehen;

In diesem Fall müsste der Vermieter die Kosten selbst tragen. (dpa) Von Anspruch bis Versicherung.

Wer zahlt aufgebrochene Wohnungstür?

Wer reguliert den Einbruchschaden? – Unterschiede zwischen Gebäudeversicherung und Hausratversicherung – Ein aufgebrochenes Fenster, ein Türschloss, das beschädigt wurde oder auch kaputte Holzfenster – die Bandbreite möglicher Einbruchschäden ist groß.

  1. Oft ist es für Versicherte aber nicht leicht zu erkennen, ob die Gebäude- oder Hausratversicherung für einen Einbruchschaden bzw;
  2. für die Einbruchschadensanierung aufkommen muss;
  3. Grundsätzlich lassen sich die Reparatur von Einbruchschäden über beide Versicherungen abdecken, lediglich ihr Geltungsbereich ist verschieden (siehe auch: Hausrat oder Gebäudeversicherung );

So ist bei einem Einbruch in eine Mietwohnung in erster Linie die Hausratversicherung des Mieters nach Einbruch zuständig (siehe: Welche Versicherung zahlt bei Einbruch in Mietwohnung? ). Sie reguliert sämtliche Schäden an beweglichen Gegenständen wie Möbeln, elektrischen Geräten oder Wertsachen (vgl. Wann Darf Polizei Tür Aufbrechen Ein aufgebohrtes Schloss oder anderweitig kaputtes Türschloss muss in jedem Fall ausgetauscht werden. Oft umfasst die Einbruchschadensanierung jedoch die Reparatur oder den ganzen Austausch von Tür und / oder Fenster. (© Jens Rother – stock. adobe. com) Anders verhält es sich mit der Gebäudeversicherung , welche immer vom Eigentümer abgeschlossen werden muss.

Wertsache in der Definition von Hausrat-Versicherungen ). Zu den durch die Hausratversicherung abgedeckten Einbruchdiebstahlschäden gehören auch Schäden wie eine zerstörte Terrassentür, Wohnungstür oder Haustür , ein defektes Türscharnier oder eine defekte Türzarge , die man nach dem Einbruch reparieren oder austauschen muss.

Dabei kann es sich natürlich auch um den Vermieter handeln, wenn ihm das Haus gehört. Prinzipiell zählt der Einbruchschaden aber nicht zu jenen Schadensrisiken, die durch eine Gebäudeversicherung abgedeckt werden. Fallen jedoch beispielsweise eine Reparatur des Fensters oder die Reparatur einer Tür nach einem Einbruch an, sind diese Risiken bei manchen Versicherungen dennoch integriert oder lassen sich zumindest zusätzlich gegen einen Aufpreis absichern.

  • Da nicht jeder Mieter tatsächlich eine Hausratversicherung für seinen Hausstand abschließt , ist es für Vermieter zu empfehlen, eine Gebäudeversicherung mit Deckungsschutz für einen Einbruchschaden abzuschließen;

Hat der Mieter keine Hausrat, so bleibt der Mieter bei Schäden an seinem Hausrat selbst auf den Kosten sitzen. Aber die Kosten für eine kaputte Tür oder beschädigte Fenster können dann zumindest durch die Wohngebäudeversicherung des Eigentümers/Vermieters reguliert werden. Wann Darf Polizei Tür Aufbrechen Fenster reparieren nach Einbruch : Oftmals beschädigen Einbrecher mit Gewalt und Werkzeug das Fenster oder die Terrassentür so stark, dass eine Reparatur gar nicht möglich ist und ein Austausch nötig ist. (© js-photo / stock. adobe. com).

Wer zahlt Notfalltüröffnung?

Meistens zahlt der Vermieter den Schaden – Notfalltüröffnung wer zahlt den Schaden | Kommt es zu Notsituationen, in denen Menschenleben mitunter gefährdet sein können, dann ist die Notfalltüröffnung der richtige Weg, um verschlossene Wege zu öffnen. Falls Gestzeshüter oder Feuerwehrfahrzeuge eintreffen, dann ist die Not-Türöffnung in den vielen Fällen brutal mit schwerem Gerät, sodass meistensgroße Beschädigungen zurückbleiben.

See also:  Schlüssel Defekt Wer Zahlt?

Da die Kosten für für den Notfall-Einsatz von Freund und Helfer oder der Feuerwehr selbsttragend sind, stellt sich nur noch die Frage, wer die Beschädigungen dieser Notfalltüröffnung im nachhinein eigentlich berappen muss? Muss der Vermieter oder der Mieter das Geld auf den Tisch blättern? Notfalltüröffnung wer zahlt den Schaden nachher ? In der Regel der Vermieter.

Die Kosten kann der Vermieter sich gegebenfalls durch die Gebäudehaftpflichtversicherung zurückholen, er muss nicht unbedingt auf den Kosten sitzen bleiben. Sollte Polizei oder Feuerwehr unangemessen an die Sache rangegangen sein und unnötigerweise großen Schaden herbeigeführt haben, und der Vermieter dies untermauern kann, können in ausnahmefällen die Kosten an diese abgetreten werden.

In welchen Fällen darf die Polizei ohne Durchsuchungsbefehl in die Wohnung?

In Fällen von sogenannter „Gefahr im Verzug’ benötigt die Polizei gerade keinen Durchsuchungsbeschluss um Ihre Wohnung oder Ihr Haus zu betreten.

Wann darf man von der Polizei durchsucht werden?

Durchsuchung durch Polizei – Rechtslage – Eine Durchsuchung einer Person bzw. deren Tasche zur Strafverfolgung ist gem. § 102 StPO normalerweise nur dann erlaubt, wenn dieser sich der Begehung einer Straftat verdächtig gemacht hat. Dies setzt voraus, dass hinreichende Anhaltspunkte dafürsprechen, dass dieser eine strafbare Handlung begangen hat.

  1. Darüber hinaus muss zu vermuten sein, dass die Durchsuchung entweder zum Ergreifen des Verdächtigen führt oder zum Auffinden von Beweismitteln führt;
  2. Dies ergibt sich ebenfalls aus § 102 StPO;
  3. Die Polizisten dürfen also nicht einfach eine Person und deren Tasche durchsuchen, weil sie neugierig sind;

Auf der anderen Seite muss es nicht offensichtlich sein, dass sie etwa Diebesgut vorfinden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass nur Polizeibeamte als Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft zu einer Durchsuchung einer Person und deren Tasche berechtigt sind.

Wie viel kostet eine Hausdurchsuchung?

Kosten des Strafverfahrens – Eine Prozess- oder Verfahrenskostenhilfe wie im Zivilprozess gibt es im Strafverfahren für Beschuldigte und Angeklagte nicht. Einen Strafverteidiger Ihrer Wahl müssen Sie daher selbst bezahlen. Es besteht aber unter den im Gesetz bestimmten Voraussetzungen (§§ 140 ff. in folgenden Fällen gewährt:

  • Bei Verbrechen, also schweren Taten, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe bedroht ist
  • wenn das Verfahren zu einem Berufsverbot führen kann.

Besteht keine Pflichtverteidigung und Sie werden von einem Wahlverteidiger vertreten, richten sich dessen Kosten nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und dem Vergütungsverzeichnis. Die Grundgebühr liegt je nach Strafverfahren bei 40 bis 360 Euro, wobei für einen hinsichtlich Umfang und Bedeutung durchschnittlichen Fall meist die sogenannte Mittelgebühr von 200 Euro fällig wird. Mit dieser wir die Einarbeitung in den Fall vergütet.

  • StPO, § 68 JGG) die Möglichkeit, einen Pflichtverteidiger zu erhalten, wenn die Mitwirkung eines Verteidigers notwendig ist;
  • Dieser erhält seine Gebühren aus der Staatskasse;
  • Ein Pflichtverteidiger wird z;

Zusätzlich werden individuelle Gebühren je nach Tätigkeit berechnet, also vor allem die Verfahrens- und die Terminsgebühr. Diese Gebühren werden in den einzelnen Verfahrensabschnitten jeweils gesondert fällig. Beispiel: Ihr Strafverteidiger nimmt Einsicht in die Ermittlungsakte und gibt eine Stellungnahme ab.

Die Grundgebühr nach Mittelgebühr liegt bei 200 Euro, hinzu kommt eine Verfahrensgebühr, die nach Mittelgebühr mit 165 Euro berechnet wird. Für die Teilnahme an einer Haftprüfung oder an einer Vernehmung erhält der Anwalt eine Terminsgebühr, deren Mittelgebühr 170 Euro beträgt.

Die Kosten liegen dann insgesamt bei 535 Euro im Ermittlungsverfahren. Im Strafverfahren werden zudem Gerichtskosten erhoben. Die Kosten des Gerichts richten sich nach der vom Gericht festgesetzten Strafe. Die einzelnen Beträge sind in der Ersten Anlage zum Gerichtskostengesetz in Teil 3 aufgeführt. Sie betragen in erster Instanz (Auszug aus der Tabelle):

  • bei einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe bis 6 Monaten oder einer Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen: 140 Euro
  • bei einer Verurteilung bis zu 1 Jahr oder mehr als 180 Tagessätzen: 280 Euro
  • bei einer Verurteilung bis zu 2 Jahren: 420 Euro
  • bei einer Verurteilung bis zu 4 Jahren: 560 Euro
  • bei einer Verurteilung bis zu 10 Jahren: 700 Euro
  • bei einer Verurteilung über 10 Jahren: 1. 000 Euro
  • bei Anordnung von Maßregeln zur Besserung und Sicherung (z. Führerscheinentzug): 70 Euro

Bei einem Freispruch trägt der Staat die Kosten des Angeklagten. Dagegen muss der verurteilte Angeklagte die Kosten für den Pflicht- oder Wahlverteidiger selbst bezahlen (§§ 464 ff. StPO). Eine Ausnahme hiervon besteht im Jugendstrafverfahren. Dort kann von der Kostentragungspflicht abgesehen werden (§ 74 JGG) und die Gerichtskosten werden dann von der Staatskasse übernommen.

Was bedeutet Türöffnung bei der Feuerwehr?

Feuerwehr öffnete Autotüre für Rettung eines Babys. LANGENLEBARN. Die Kameraden der FF Langenlebarn wurden zur Türöffnung eines Fahrzeugs gerufen, mit anschließender Personenrettung.

Wie kann man eine Tür öffnen?

Tür öffnen ohne Schlüssel: Wie kann ich mich vorher absichern? –

  • Einen Zweitschlüssel bei Nachbarn oder Bekannten hinterlassen
  • Einen Schlüssel an einem gut platzierten Ort außerhalb der Wohnung deponieren (z. im Keller)
  • Vor dem Schließen der Tür immer vergewissern, ob der Schlüssel auch eingesteckt wurde
  • Lockpicking-Set zum Bewegen der Stifte: Unter Lockpicking versteht man das Öffnen von einem Türschloss mit dafür vorgesehenen Werkzeugen. Dabei werden die Stifte, die sich in einem Schloss befinden, hereingedrückt, damit sich der Zylinder und damit die Tür öffnen kann.
See also:  Was Schreiben Die Heiligen Drei Könige An Die Tür?

Wenn du wieder in der Wohnung bist, tauchen vielleicht neue Herausforderungen im Haushalt auf. 😉 Hier erfährst du, wie du eine Tapete entsorgen oder wie du deine Fenster streichen kannst. Vielleicht brauchst du auch Tipps, wie du einen kaputten Reißverschluss reparieren kannst?.

Wer haftet für Schaden durch Polizeieinsatz?

Schäden an Wohnung nach Polizeieinsatz – Staatskasse muss zahlen – Foto: Jörg Carstensen (dpa) Schäden in einer Mietwohnung, die durch einen Polizeieinsatz verursacht wurden, muss die Staatskasse ersetzen. Allerdings gilt das nicht uneingeschränkt, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Entstehen in einem Mietshaus Schäden durch einen Polizeieinsatz, haben Vermieter Anspruch auf Entschädigung. Dies gilt jedoch nur eingeschränkt: Wusste der Vermieter von den kriminellen Machenschaften seines Mieters, kann sein Anspruch auch abgelehnt werden.

So entschied der BGH , wie die Zeitschrift “Das Grundeigentum” (Heft 9/2013) des Eigentümerverbandes Haus & Grund Berlin berichtet. In dem verhandelten Fall war eine Wohnung von der Polizei durchsucht worden, weil der Mieter verdächtigt wurde, mit Drogen zu handeln.

Bei dem Einsatz wurde ein Fenster beschädigt und der Teppich verschmutzt. Der Vermieter forderte eine Kostenerstattung. Das Landgericht sprach ihm eine Entschädigung von rund 800 Euro zu. Nachdem das Oberlandesgericht in der Berufung die Klage jedoch abgewiesen hatte, zog der Vermieter vor den BGH.

Mit Erfolg: Grundsätzlich stehe dem Vermieter ein Schadenersatzanspruch zu, befanden die Richter (Az. : III ZR 253/12). Das gelte allerdings nur, wenn der Vermieter nicht wusste, dass die Wohnung dafür genutzt wird, Straftaten zu begehen.

In diesem Fall müsste der Vermieter die Kosten selbst tragen. (dpa) Von Anspruch bis Versicherung.

Was bedeutet Person hinter Tür?

  1. Soester Anzeiger
  2. Lokales
  3. Welver

Erstellt: 01. 02. 2018, 07:00 Uhr Kommentare Teilen Welver – „Person hinter Tür” lautete Anfang der Woche die Meldung für die Welveraner Feuerwehr. Die Einsatzkräfte eilten samt Rettungsdienst zum angegeben Wohnhaus und drangen durch das Fenster ins Gebäude ein. Leider kam in diesem Fall jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Bewohners feststellen. Einsätze dieser Art kommen nach Einschätzung von Feuerwehr-Sprecher Carsten Habicht etwa bis zu viermal pro Jahr in der Gemeinde Welver vor.

  1. Hinter der Bezeichnung „Person hinter Tür” können sich dabei alle möglichen Szenarien verbergen;
  2. Deshalb versucht sich der Einsatzleiter vor Ort zunächst immer erst ein Bild zu verschaffen;
  3. Ist der Patient von außen ansprechbar? ist dabei eine der Kernfragen;

„Wenn wir feststellen, dass zum Beispiel ein älterer Mensch gefallen ist und aus eigener Kraft nicht mehr hoch kommt, es ihm ansonsten aber gut geht, können wir behutsam ins Gebäude vordringen”, so Habicht. Lässt die Situation dagegen auf einen akuten medizinischen Notfall schließen, werden Türen oder Fenster auch schon mal brachial aufgebrochen.

Grundsätzlich gilt: Angemessene Mittel wählen ohne unnötig Schaden anzurichten. Das Rüstzeug der Wehr ist auf alle Eventualitäten vorbereitet. Vom Spezialwerkzeug zum professionellen Öffnen von Türen und Fenstern bis zum Brecheisen ist alles an Bord.

„Damit kann man zur Not auch ein Fenster einschlagen”, so Habicht Meist sind es Nachbarn oder Angehörige, die länger nichts mehr von den Hausbewohnern gehört haben und sich deshalb Sorgen machen. Sie informieren dann die Polizei oder wählen die 112. Von der Leiststelle des Kreises Soest werden die Einsätze koordiniert.

Mit dabei ist immer auch der Rettungsdienst. Im Ernstfall kommt es bei der Rettung unter Umständen auf Sekunden an. Einmal im Gebäude angekommen, haben es die Helfer mit den unterschiedlichsten Situationen zu tun: Selbstmord, Herzinfarkt oder tatsächlich ein Sturz.

Es gibt aber auch kuriose Ausnahmen. So öffnete die Feuerwehr nach einer Vermisstenmeldung vor einigen Jahren eine Tür, fand aber niemanden vor. Kein Wunder: Der Bewohner feierte ausgiebig und quicklebendig auf dem Schützenfest nebenan. Dass jemand sehr lange unentdeckt bleibt, wie man es öfter von den großen Wohnblöcken in Großstädte hört, kommt auf dem Land selten vor.

Die Zahl an Ein-Personen-Haushalte mit älteren Bewohnern nimmt allerdings auch hier zu. Das Eindringen in Gebäude ist juristisch klar geregelt. Basis ist der Paragraf 13, Absatz 1 des Grundgesetzes. Der besagt im Prinzip: Die eigene Wohnung ist unverletzlich.

Die Polizei müsste dazu einen einen Durchsuchungsbeschluss bei der Staatsanwaltschaft erwirken. Steht allerdings die Menschenrettung im Vordergrund, kann die Feuerwehr auch ohne Zustimmung des Bewohners Türen und Fenster gewaltsam öffnen. Das tut sie übrigens nur, wenn wirklich ein medizinischer Notfall angezeigt ist.